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Schkeuditz Grünes Licht für Fußgängerzone
Region Schkeuditz Grünes Licht für Fußgängerzone
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17:40 19.05.2015
Das Einfahren in die Schkeuditzer Sonnenpassage, wie hier gerade praktiziert, soll bald nicht mehr möglich sein. Die Einkaufszeile in der Innenstadt wird Fußgängerzone. Quelle: Olaf Barth

Vor allem die SPD-Stadtratsfraktion mit Vorkämpfer Kurt Arnhold an der Spitze hatte das seit Jahren gefordert. "Ja, so wie es jetzt geplant ist, ist es das, was wir wollten", bestätigte Arnhold auf Nachfrage.

Das heißt konkret, dass diese Straße laut Beschlussvorlage "als beschränkt öffentlicher Weg mit der besonderen Zweckbestimmung Fußgängerbereich mit beschränktem Fahrverkehr" gewidmet wird. Zugelassen sind dann noch Taxis und Fahrradfahrer sowie Lieferverkehr mit Zeitbegrenzung. Nach den Vorberatungen im Ausschuss scheint die Zustimmung im Stadtrat nächste Woche sicher. Maßgebliche Grundlage der Beschlussvorlage ist eine Bürgerumfrage. Von den 425 abgegebenen gültigen Stimmen entfielen 362 (85 Prozent) auf die Einrichtung einer Fußgängerzone. Davon wiederum votierten 77 Prozent für die Zulassung von zeitlich beschränktem Lieferverkehr. An diesem eindeutigen Votum würden auch jene 13 Stimmen, die laut im Raum stehender Vorwürfe mittels "unzulässiger Mitwirkung eines Beteiligten abgegeben worden sein sollen" nichts ändern, sagte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler).

Bei der Abstimmung im Ausschuss enthielt sich Lothar Böttcher (Freie Wählervereinigung Dölzig). "Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man bei diesem wichtigen Thema die geplante Erstellung eines innerstädtischen Verkehrskonzeptes hätte abwarten müssen", begründete er seine Entscheidung. Mit der einzigen Gegenstimme meldete sich Rainer Haase (FDP) zu Wort. Er sehe massiv die Interessen der Händler in der Sonnenpassage verletzt. Denn nicht nur das Durchfahren der Passage und Parken vor den Geschäften werde unmöglich, sondern in Kürze falle wegen des Baus des Seniorenheimes ja auch der wilde Parkplatz gegenüber weg. Deswegen würden die Händler Kunden verlieren, die mit dem Auto zum Beispiel aus Sachsen-Anhalt oder von DHL kommen. "Ich kann das als Selbstständiger nachvollziehen und sehe schwarz für die Händler. Deshalb kann ich der Vorlage nicht zustimmen", so Haase. Enke sagte, für das Parken-Problem werde ein Lösung gefunden.

Als nächsten Schritt kündigte Ordnungsamtschef Michael Winiecki nach der Stadtratssitzung eine Befragung der Händler an, in welchen Zeiten das Anliefern von Waren erlaubt werden soll. "Unser Vorschlag ist von 8 bis 10 sowie 17 bis 19 Uhr", sagte Winiecki. Die Händler würden angeschrieben und hätten dann eine Woche Zeit, sich dazu zu äußern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.03.2013

Olaf Barth

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