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Grünflächenpflege erregt Gemüter

Grünflächenpflege erregt Gemüter

Dölzig. Weil Gras und Unkraut schneller wachsen, als die Öffentliche Hand mit dem Rasenmäher hinterherkommt, mehrt sich die Kritik an der Art und Weise der Grünflächenpflege.

. In Dölzig wurde nun ein Mustervertrag vorgestellt, der es Vereinen oder Privatpersonen erlaubt, rechtlich abgesichert Pflegepatenschaften über öffentliche Flächen zu übernehmen.

Es ist wie jedes Jahr und doch auch etwas anders. An Straßenrändern wuchert das Unkraut, auf öffentlichen Plätzen und Wiesen schießt gleichfalls wild das Grün empor. Und wenn dann auch noch Privatleute ihre Pflichten vernachlässigen, leiden darunter Stadt- und Ortsbild. Doch das Neue ist: Ab diesem Jahr können sich Privatleute vertraglich abgesichert öffentlicher Flächen annehmen und diese pflegen. „Das gab es auch früher schon. Und da ging es auch nicht um einen finanziellen Hintergrund, sondern darum, dass es vor dem Haus beziehungsweise im Ort einfach ordentlicher aussieht", sagte Donnerstagabend der Dölziger Ortsvorsteher Lothar Böttcher. In der Hand hielt er eine „druckfrische Mustervereinbarung", um anhand des konkreten Beispiels der Grünfläche am Gauchel die mögliche Patenschaft zu erklären. So verpflichte sich der Verein oder die Privatperson zu bepflanzen, zu bewässern und zu mähen beziehungsweise Hecken zu schneiden. Das Ganze müsse nach Erfordernis und in Eigenregie erfolgen. Die Stadt würde das Pflanzgut stellen und den Grünschnitt wegfahren. Außer beim Rasenmähen sei auch Versicherungsschutz gewährleistet. „Wer Interesse an einer Pflegevereinbarung hat, kann sich gern an uns Ortschaftsräte oder an die Stadtverwaltung wenden", so Böttcher. Das Erarbeiten einer solchen Mustervereinbarung geht auf die Initiative des Dölziger Ortschaftsrates zurück. Sie gilt natürlich auch in der Kernstadt und in den anderen Ortsteilen.

Böttcher hatte das Thema Grünflächenpflege jüngst bereits im Stadtrat kritisch angesprochen. Daraufhin hatte René Fröhlich, Chef des Technischen Service Schkeuditz (TSS) erklärt, dass man personell sowie mit der zur Verfügung stehenden Technik an der Leistungsgrenze arbeite und beim derzeitigen Arbeitsumfang einfach nicht hinterher komme. Denn der TSS habe noch mit der Beseitigung der Winterschäden an den Straßen zu tun, dazu komme zusätzlich die Grünflächenpflege. „In diesem Bereich sind jetzt acht Mitarbeiter tätig. Die anderen beseitigen Schlaglöcher", informierte diese Woche der Schkeuditzer Oberbürgermeister Jörg Enke (FW). Bei der maschinellen Rasenmahd befinde sich der TSS in der Kernstadt bereits beim zweiten Pflegegang. Was die Arbeiten wie Unkraut jäten und Boden hacken bei kleineren Flächen, Beeten oder Baumscheiben betrifft, würden die Kollegen noch im ersten Pflegegang beschäftigt sein. „In den Ortsteilen sieht es ähnlich aus", so Enke.

In der Sitzung in Dölzig appellierte ein Bürger, dass die Bewohner wieder verstärkt zum Besen greifen und und vor ihrer Haustür kehren. Der ältere Besucher forderte ein „härteres Vorgehen" gegen Säumige. Dagegen schlug Ratsmitglied Frank Sachsenröder einen Subbotnik der Willigen vor, um so ein gutes Beispiel zu geben. Dann würden vielleicht auch andere mal wieder kehren.

Olaf Barth

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