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Schkeuditz Grundschule Dölzig wirbt weiter um Schüler
Region Schkeuditz Grundschule Dölzig wirbt weiter um Schüler
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15:20 19.05.2015
Ein Holzhäuschen und ein neuer Sandspielplatz sind auf dem Hort-Gelände der Dölziger Grundschule ausschließlich mit Spenden errichtet worden. Quelle: Michael Strohmeyer

Die Dölziger wollen die Mindestschülerzahl von 15 erreichen und brauchen dazu noch einen neuen Erstklässler.

Sowohl an der Kreuzung der Bundesstraßen 186 und 181 als auch am Ortseingang an der B 186 sind momentan Werbebanner gespannt: "Die Paul-Wäge-Grundschule hat noch Plätze frei", ist darauf zu lesen. Entspanntes Lernen in kleinen Klassen in einer kleinen Schule mit Hort im Haus wird auf beiden Bannern beworben. "Wer definiert denn, was 'ländlicher Raum' ist?", fragte jüngst Ortsvorsteher Lothar Böttcher. Dabei bezog er sich auf Äußerungen der Landesregierung, im ländlichen Raum keine Schule mehr schließen zu wollen. Dölzig aber gehöre ja zur Großen Kreisstadt Schkeuditz und befände sich womöglich gar nicht im gemeinten Gebiet. Außerdem sei der Wahlkampf wohl schon eingeläutet. "Wer weiß, ob diese Aussagen auch nach der Landtagswahl im kommenden Jahr noch gelten. Wir sind auf der sichereren Seite, wenn wir die vorgegebenen Schülerzahlen aus eigener Kraft schaffen", sagte Böttcher.

Dass man dabei auch auf Pendler setzt, die von Sachsen-Anhalt nach Sachsen oder entgegengesetzt unterwegs sind, ist nicht unbekannt. Wohl hauptsächlich deshalb haben die Dölziger als Banner-Platz auch die B 181 gewählt. "Ein Sachsen-Anhalter hat uns schon den 14. Schüler beschert", informierte Böttcher. Jetzt fehle noch ein Erstklässler, um die geforderte 15 zu erreichen.

Indes hat sich in der Grundschule oder vielmehr auf dem auch vom Hort genutzten Schulhof etwas getan: Ausschließlich aus Spenden finanziert wurden hier ein Holzhäuschen und ein Sandspielplatz neu errichtet. Die Spenden kamen bei diversen Basaren durch den Verkauf von selbst gebackenem Kuchen oder selbst gekochter Marmelade zusammen. Auch Eltern haben hier nicht unwesentlich in die Taschen gegriffen. Damit nimmt die Umgestaltung des Areals, die zuvor von den Kindern und Erzieherinnen in einem Modell festgehalten wurde (die LVZ berichtete), Formen an. Die komplette Umsetzung der Vorstellungen ist erklärtes Ziel, bestätigte Böttcher.

Zu den Ganztagsangeboten der Grundschule gehören Englisch, Schach, Backen und Kochen, Tischtennis oder Kampf- und Bewegungstraining. Bis vor Kurzem wurde hier neben anderen musischen Angeboten auch ein Akkordeonunterricht gegeben. "Ist es richtig, dass die Musikpädagogin der Schule verwiesen wurde, weil sie keine Nutzungsgebühr zahlt?", fragte ein Ortschaftsrat. "Es gibt eine Raumnutzungsordnung, die für alle Schulen gilt", antwortete gestern Stadtsprecher Helge Fischer. Danach müssten Schulfremde eine Gebühr für die Nutzung der Räume bezahlen. Da die Pädagogin, die den Kurs für Kinder anbietet, ebenfalls eine Externe sei, müsse auch sie die Gebühr bezahlen, was sie nicht konnte, erklärte Fischer.

Dies ist laut Aussagen in der jüngsten Ortschaftsratssitzung über 17 Jahre nicht geschehen und erst jetzt festgestellt worden, bestätigte Manuela Oehmichen von der Stadtverwaltung. "Der Unterricht wird künftig in den Räumen der Kirche fortgeführt", sagte der Stadtsprecher. Pfarrerin Ines Schmidt konkretisierte: "Im Gemeinderaum im Pfarrhaus, Schöppenwinkel 2, findet der Unterricht statt".

@www.grundschule-doelzig.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.11.2013
Roland Heinrich

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