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Schkeuditz Gut Altscherbitz: Historische Villa stand lichterloh in Flammen
Region Schkeuditz Gut Altscherbitz: Historische Villa stand lichterloh in Flammen
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15:18 28.04.2011
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. Eine der leer stehenden historischen Klinkerstein-Villen im Parkweg brennt.

„Das Treppenhaus stand lichterloh in Flammen als wir eintrafen. An der Nordseite war das Dach bereits durchgebrannt", schilderte Einsatzleiter Uwe Müller. Neben den vier Schkeuditzer Fahrzeugen forderte Stadtwehrleiter Müller die Radefelder zwei Fahrzeugen sowie die Wehren aus Dölzig und Gerbisdorf mit je einem Fahrzeug an. „Die Wolteritzer und Glesiener Wehren blieben im Gerätehaus, um im Norden und in der Kernstadt die Einsatzbereitschaft zu sichern", erklärte Müller. In Altscherbitz kamen insgesamt 40 Feuerwehrleute zum Einsatz.

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Mit fünf C-Rohren und unter Atemschutz bekämpften sie die Flammen und hatten das Hauptfeuer zügig unter Kontrolle. Doch bis weit in den Vormittag hinein fachten Glutnester im Dachstuhl unter der geteerten Dachpappe immer wieder neue Feuer an. Mit Motorsäge und Einrisshaken entfernten die Kameraden nach und nach Teile des Dachstuhls. Die Trupps wechselten sich ab, so dass es für die Einsatzkräfte auch Pausen für Erholung und Verpflegung gab. Gegen 10.40 Uhr konnten die Radefelder, gegen 11.20 Uhr die Dölziger Kameraden wieder abrücken. Die verbliebenen Einsatzkräfte suchten weiter nach Glutnestern. „Das wird bis in den Nachmittag hinein andauern und dann werden wir wohl eine Brandwache einteilen müssen", sagte Müller.

Die Löscharbeiten wurden kurzzeitig wegen Druckabfalls behindert. In der Äußeren Leipzger Straße war ein Wasserrohr geborsten. „Die KWL hatten aber sehr schnell gehandelt, so dass der Druck zügig wieder da war", so Müller. Umliegende Gebäude seien durch den Brand nicht gefährdet gewesen. Auch habe man mit der Windrichtung Glück gehabt. Der Qualm zog Richtung Süden in die Aue, nicht zur Hauptstraße, so dass auf Evakuierungen verzichtet werden konnte.

Die Polizei sicherte den Einsatzort ab. Rettungspersonal der Johanniter stand bereit. Ein Feuerwehrmann musste wegen Rückenproblemen behandelt werden. Die Brandursache steht noch nicht fest. Laut Polizei dauern die Ermittlungen noch an. Doch viele der Beobachter gehen jetzt schon von Brandstiftung aus.

Olaf Barth

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