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Schkeuditz Gutachten: Keine Aufwachreaktionen - Schalltechnische Untersuchung zu Probeläufen in der Nacht stellt Einhaltung der Schutzziele fest
Region Schkeuditz Gutachten: Keine Aufwachreaktionen - Schalltechnische Untersuchung zu Probeläufen in der Nacht stellt Einhaltung der Schutzziele fest
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14:29 19.05.2015

Grund ist der Antrag des Airports, auch nachts außerhalb der dafür vorgesehenen Halle Triebwerksprobeläufe durchführen zu wollen, wenn meteorologische oder technische Gegebenheiten eine Nutzung der Halle unmöglich machen. Diese Probeläufe sollen laut Airport nur in Ausnahmefällen und nur auf der alten Start- und Landebahn Süd oder auf der Enteisungsfläche an der nördlichen Start- und Landebahn passieren. Beide Standorte befinden sich im westlichen Teil des Flughafens.

Derzeit finden das Beteiligungsverfahren von Trägern öffentlicher Belange sowie die Anhörung der möglicherweise betroffenen Bürger im Rahmen des luftrechtlichen Änderungsverfahrens statt. Die Antragsunterlagen liegen in den Städten Schkeuditz, Leipzig und Leuna sowie in den Gemeinden Wiedemar, Kabelsketal und Schkopau noch bis zum 15. April öffentlich aus. Auf der Internetseite des SMWA sind die Dokumente ebenfalls zu finden. Interessant ist dabei wohl vor allem die schalltechnische Untersuchung zum beantragten Airport-Vorhaben vom Institut für Umweltschutz und Bauphysik Obermeyer Planen und Beraten aus München.

Darin geht das Institut anhand einer vom Flughafen vom Mai 2008 bis Ende 2012 geführten Statistik davon aus, dass es den Bedarf von durchschnittlich einem nächtlichen Triebwerksprobelauf pro Monat gibt. Diese Annahme ist eine der Grundlagen zur Berechnung der Schallauswirkungen in einem ersten Szenario. Als Standort der Tests wird die alte Südbahn angenommen. Ein zweites Szenario wird mit neun Probeläufen in sechs Monaten, also 1,5 Tests in einem Monat, aber auch berechnet. Hier werden beide Test-Standorte angenommen. Als Flugzeugtypen werden lautere und weniger laute gewählt.

Wie sich ein Probelauf mit unterschiedlicher Triebwerksleistung tatsächlich gestaltet, wird vom Institut mit Standardwerten aus einer Bundesrat-Drucksache nur angenommen. Wörtlich heißt es: "Wie sich diese Lastphasen zeitlich verteilen, ist nicht bekannt". Die Betrachtungen gingen von einer möglichen zeitlichen Abfolge aus. Nach verwendetem Standard setzt sich ein solcher Test aus insgesamt zwei Minuten Volllast, je zehn Minuten hoher und geringer Teillast sowie aus 38 Minuten Leerlauf der Triebwerke zusammen.

Ergebnis: Bei den Szenarios kommt es zu keinen Aufwachreaktionen, da bei tatsächlichen Werten von bis zu 0,4 auf 0 abgerundet wird. "Das heißt, das Schutzziel ist eingehalten", steht im Papier.

Die Antrags-Unterlagen finden sich auf www.verkehr.sachsen.de/10845.html.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.03.2015
Roland Heinrich

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