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Gymnasium öffnet Baustellentore

Gymnasium öffnet Baustellentore

Zum gestrigen bundesweiten Tag des offenen Denkmals hatte die Stadt Schkeuditz für eine besondere Begehungs-Möglichkeit gesorgt. In Absprache mit dem Landratsamt (LRA) Nordsachsen war es zwischen 10 und 12 Uhr möglich, einen Blick in das entstehende neue Gymnasium mit dem dazugehörigen Altbau zu werfen.

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Reges Interesse zeigen die Besucher bei der Begehung der Gymnasiums-Baustelle zum Tag des offen Denkmals.

Quelle: Michael Strohmeyer

Schkeuditz. 71 Interessenten ließen sich diese Möglichkeit nicht entgehen.

„Dann können wir endlich richtig Werbung machen“, freut sich die Elternsprecherin Barbara Orth schon jetzt auf die Fertigstellung des Gymnasiums in der Schkeuditzer Innenstadt. Die Zeit, in der beengt und in kleinen Räumen gelernt und gearbeitet werden müsse, sei dann vorbei. „Wir hatten ja gar keine Kapazitäten, um neue Schüler aufnehmen zu können“, erklärt sie.Maximal 672 Schüler hätten im neuen Gymnasium Platz, informiert die Baukoordinatorin des LRA, Ines Mehnert, beim Rundgang durch die drei Etagen des Altbaus. Dies sind etwa 200 Schüler mehr, als derzeit das Schkeuditzer Gymnasium besuchen.

„Wir können uns noch gar nicht so richtig vorstellen, dass unser neues Gymnasium einmal fertig ist“, sagt Björn Hoppe, der mit seinem Zwillingsbruder Svenson und Mutter Yvonne die Gelegenheit zur Besichtigung wahrnahmen. Bis das neue Gymnasium laut Plan zum Schuljahr 2011/2012 eröffnet werden kann, müssen noch einige Gewerke den Altbau und seinen neuen Anbau passieren. Wie Mehnert, erwähnt, seien derzeit die Rohbauer und die Fachkräfte für die sanitären und Elektroanlagen im Gebäude. In drei Wochen sollen die Innenputzarbeiten beginnen, dann müssten die Zimmerer und Dachdecker noch kommen. „Ende November wollen wir so weit sein, dass eine Bauheizung läuft“, berichtet sie von den Plänen. Die Heizung sei nötig, damit über die Wintermonate mit dem Innenausbau fortgefahren werden könne. „Wir liegen gut im Zeitplan“, hofft Mehnert, dass das Wetter bis dahin mitspiele.

Großzügige Klassenräume, der Speise- oder der Musikraum sind in den unteren Etagen verteilt. „Im Dachgeschoss wird der Lehrerraum untergebracht“, erklärt die Baukoordinatorin. Hinaufgehen könne man aus Sicherheitsgründen noch nicht. Eine Bibliothek, ein Fotolabor und der Kopierraum sind aber auf der technischen Zeichnung des Geschosses zu sehen. „Brandschutztüren werden das Treppenhaus abtrennen“, erwähnt Mehnert notwendige Auflagen. Auch der Einbau von Holzfenstern im Altbau sei eine Auflage – die des Denkmalschutzes. Die ebenfalls denkmalgeschützte Fassade des Altbaus bleibt am gestrigen Begehungstag hinter Bauplanen verborgen.

„Es wird Zeit, dass das Gymnasium in das Stadtzentrum kommt“, betont Orth. Dabei betont sie, dass es dem Engagement des ehemaligen Schulleiters Dieter Witt und dessen Stellvertreterin Gisela Bickardt zu verdanken sei, dass dieses Vorhaben überhaupt umgesetzt wurde. In der baldigen Zentrumsnähe sieht die Diplom-Sozialpädagogin auch einen psychologischen Ansporn für die benachbarten Grundschüler. Mit dem Gymnasium im Blick entstünde vielleicht ein gesteigerter Wille, dieses auch zu besuchen, hofft Orth.

Bezüglich der Kooperation mit Markranstädt und dem dortigen Bestreben nach der Eigenständigkeit des Gymnasium, hofft Orth auf weitere Zusammenarbeit.

Roland Heinrich

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