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Schkeuditz Halb Radefeld ist bei der Kirmes auf den Beinen
Region Schkeuditz Halb Radefeld ist bei der Kirmes auf den Beinen
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00:28 11.11.2015
Vorfreude: Die Starter präsentieren ihre Seifenkisten. Quelle: Reinhard Rädler
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Schkeuditz

Im Schkeuditzer Ortsteil Radefeld ist das erste November-Wochenende der Kirmes vorbehalten. Wie die Jahre zuvor war auch diesmal der halbe Ort auf den Beinen. Schon am Samstag waren die Bänke in der Kirche voll, als zum traditionellen Kirmes-Konzert Klassiker der Filmmusik erklangen.

„Das, was die Sänger vom Chor Melodie aus Zwochau, vom Kinderkirchenchor Radefeld und vom Kinderchor Cisum Wiedemar geboten haben, war Gänsehaut pur“, schwärmte Birgit Kupfer vom 20-köpfigen Organisationsteam der Sportvereinigung Radefeld und des Ortschaftsrates. „Ich hätte mir das auch gern angehört“, bedauerte Teamkollegin Brita Lewik, „aber ich musste den Kirmesball am Abend mit vorbereiten“. Und auch der bescherte den Veranstaltern ein volles Haus in der Sport- & Festhalle. Zu den Klängen der „Beat-Boyz“ wurde bis spät in die Nacht getanzt.

Am Sonntag gehörte die Landsberger Straße - zumindest 130 Meter davon - den tollkühnen Jungen und Mädchen in ihren Seifenkisten. In der Boxengasse warteten fünf „Bolliden“ auf den scharfen Start. Zuvor wurde an den selbstgebauten Fahrzeugen emsig geschraubt und geölt. „Bei der Formel 1 geht es da wesentlich ruhiger zu“, frotzelten die Zaungäste.

„Früher ging es mal darum, wer am Weitesten kommt, aber die Kisten wurden immer schneller und da reichten unsere Absperrungen nicht mehr aus, so dass es heute nur noch um die schnellste Zeit geht. Außerdem soll der Spaßfaktor im Vordergrund stehen“, erklärte Mit-Organisator Hartmut Kupfer vom Radefelder SV. Als sich auch dieses Jahr wieder Schwierigkeiten bei der Teilnehmerzahl abzeichneten, mobilisierte Philipp Sawatzke sein „Racing-Team“ und der „Lady-Kracher“ vom Radefelder Faschingsclub ging ins Rennen. Am Ende waren neun Fahrer beim Warm-up.

Starter Hartmut Kupfer schickte die Teilnehmer per Megafon auf die Reise. Nach dem Anschieben rollten die Seifenkisten mit atemberaubenden 20 Stundenkilometern das leichte Gefälle der Landsberger Straße hinunter, bis Zeitnehmer Helmut Jagen die Uhr anhielt und Bremser Bernd Goldstein die Kisten zum Stehen brachte. Mit der Bestzeit von 24,4 Sekunden im zweiten Lauf holte sich Amelie Jagen mit insgesamt 49,6 Sekunden den Pokal.

„Nach der Kirmes ist vor der Kirmes“ sagte Ortsvorsteherin Birgit Gründling gestern beim Frühschoppen mit den Delitzscher Stadtmusikanten. „Wir planen schon das nächste Fest, das am 5. und 6. November 2016 stattfinden wird“.


Von Reinhard Rädler

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