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Haltestellen sollen barrierefrei werden

Programm läuft bis 2022 Haltestellen sollen barrierefrei werden

Momentan ruhen wetterbedingt die Bauarbeiten an der zentralen Bushaltestelle im Schkeuditzer Stadtzentrum. Geplant ist, bis Mitte dieses Jahres mit der großflächigen Umgestaltung am Rathausplatz fertig zu sein. Was sich neben der Gestaltung der Ein- und Aussteigeplätze auch ändert, ist eine dann existierende sogenannte Barrierefreiheit.

Momentan ruhen die Arbeiten am zentralen Bushalt am Schkeuditzer Rathausplatz.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Momentan ruhen wetterbedingt die Bauarbeiten an der zentralen Bushaltestelle im Schkeuditzer Stadtzentrum. Geplant ist, bis Mitte dieses Jahres mit der großflächigen Umgestaltung am Rathausplatz fertig zu sein. Was sich neben der Gestaltung der Ein- und Aussteigeplätze auch ändert, ist eine dann existierende sogenannte Barrierefreiheit. Bürger mit Handicap wird so die Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs erleichtert beziehungsweise ermöglicht.

Bis zum 1. Januar 2022 müssen alle Haltestellen im Öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei ausgebaut sein. Das sieht das Personenbeförderungsgesetz so vor und bedeutet für Schkeuditz, dass insgesamt 38 Bus-Haltestellen in der Stadt und den Ortsteilen mit sogenannten Hochborden und taktilen Elementen wie Rillen und Noppen ausgestattet sein müssen. Bereits im Januar 2013 ist die Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes in Kraft getreten. Jetzt werden wegen des mancherorts erheblichen Umfangs und finanziellen Aufwands der Baumaßnahmen schon Fristverlängerungen und Ausnahmeregelungen diskutiert.

„Wir nehmen uns des Themas an und werden die Umbaumaßnahmen entsprechend der zur Verfügung stehenden Mittel bei den Haushaltsplanungen berücksichtigen“, sagte Stadtsprecher Helge Fischer am Donnerstag. Wie erheblich die Investition werden wird, ist noch nicht klar, da noch geprüft werden muss, wie viele der 38 Haltestellen überhaupt behindertengerecht umgebaut werden müssen. An vier Haltestellen werde in nächster Zeit jedenfalls gebaut.

Im Rahmen des Programms „Barrierefreie Haltestellen“ sind vom Landratsamt Nordsachsen Ende 2015 zwei Zuwendungsbescheide für den Haltestellen-Umbau in Schkeuditz eingegangen, hatte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) im Dezember mitgeteilt. Demnach sollen in der Paul-Wäge-Straße/Feldstraße in Dölzig ein neuer Fahrgastunterstand gebaut und Bus-Sonderborde mit Blindenleiteinrichtung eingebaut werden. Gleiches soll an der Haltestelle Alte Dorfstraße/Friedhof in Radefeld passieren. Der Landkreis gibt dafür 73 500 Euro, was einer Förderung von 90 Prozent der Baumaßnahmen entspricht. Bis Ende April sollen die beiden Haltestellen fertig umgebaut sein. Ein weiterer Umbau einer Haltestelle in der Radefelder Milanstraße sollte schon im letzten Jahr beendet sein, verzögerte sich aber wegen Lieferschwierigkeiten und wird nun wohl starten, wenn es das Wetter zulässt. Dafür sind etwa 27 500 Euro als Kosten geplant. Die muss Schkeuditz aber nicht aus dem eigenen Haushalt nehmen, da die Maßnahme zu 100 Prozent vom Landkreis Nordsachsen gefördert wird.

Sollte an allen Bushaltestellen der Stadt ein behindertengerechter Umbau nötig sein, müsste Schkeuditz jetzt aufs Tempo drücken, um die gesetzliche Frist einzuhalten. Inklusive dieses Jahres müssten rein rechnerisch pro Jahr knapp sechs Halte baulich angepasst werden, um den Termin 2022 einzuhalten. Bei im Schnitt 30 000 Euro pro Halt wären reichlich eine Million Euro zu investieren.

Von Roland Heinrich

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