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Schkeuditz Halteverbot am Schkeuditzer Stadtausgang
Region Schkeuditz Halteverbot am Schkeuditzer Stadtausgang
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06:01 25.08.2018
Halteverbot soll hier zunächst testweise eingeführt werden. Quelle: Foto: Roland Heinrich
Schkeuditz

Dass parkende Autos am Straßenrand für die Reduzierung der Geschwindigkeit im fließenden Verkehr sorgen – so das gebetsmühlenartig vorgetragene Argument des Schkeuditzer Ordnungsamtes – klappt in der Theodor-Heuss-Straße nur bedingt. Denn in beide Fahrtrichtungen ist der Autofahrer gewillt auf das Gaspedal zu treten: stadteinwärts, um Autofahrer auf der Gegenseite nicht zu lange warten zu lassen und stadtauswärts, um noch vor dem Eintreffen des Gegenverkehrs schnell an den parkenden Autos vorbeizukommen.

Damit soll es nun vorbei sein. „Ich weiß, dass das zu Diskussionen führen wird“, sagte Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU) in dieser Woche. Aber die Stadt werde in der Straße ab 1. September ein Park- und Halteverbot ausschildern. Während die einen nun aufatmen, werden die Anwohner wohl verärgert reagieren.

Zunächst soll dieses Halteverbot testweise für ein Vierteljahr gelten. Auch zeitlich soll es von 7 bis 18 Uhr begrenzt sein. „Zusätzlich werden wir verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchführen“, kündigte Bergner an. Denn vor allem stadteinwärts kommt man bergab auch ohne auf das Gaspedal zu treten ganz schön in Fahrt. Bisher bremste der Gegenverkehr, der es doch nicht schnell genug schaffte, an den Hindernissen vorbei zu kommen.

Auch einen Verkehrszähler – ein kleiner, grauer Kasten, der Anzahl, Art und Geschwindigkeit der Fahrzeuge „unbestechlich“ erfasse – soll während der Testphase installiert werden. Man darf gespannt sein, ob es in Sachen Geschwindigkeitsüberschreitung hier signifikante Unterschiede geben wird.

Grund für die Testphase ist ein Sicherheitsaspekt, der nicht von der Hand zu weisen ist. Autofahrer, die hinter parkenden Autos auf eine freie Gegenfahrbahn warten, müssen nämlich auch damit rechnen, dass Autos aus der Herderstraße kommend auf die Theodor-Heuss-Straße einbiegen. Zudem lässt sich schwer abschätzen, mit welcher Geschwindigkeit der Gegenverkehr ankommt. Fußgänger, die die Straße queren, könnten hier sämtlich Berechnungen über den Haufen werfen.

Parkplätze seien ausreichend vorhanden, wenn auch nicht unmittelbar vor der Haustür und hinter den Wohnblöcken auch nicht kostenfrei. Dennoch gehe die Sicherheit vor. Ob es derartiges Umdenken auch in der neu gebauten Ermlitzer Straße geben wird, ist offen. Dort drängeln sich Busse an Gegenverkehr und parkenden Autos vorbei.

Von Roland Heinrich

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