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Schkeuditz Heftige Debatte um Verkehrskonzept
Region Schkeuditz Heftige Debatte um Verkehrskonzept
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06:00 26.03.2010
Oberbürgermeister Jörg Enke (links) moderiert die Debatte zwischen Händlern, Anwohnern und Stadträten über das Innenstadt-Verkehrskonzept. Quelle: Michael Strohmeyer
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Schkeuditz

Die Ansichten zwischen Fußgängern und Händlern gingen weit auseinander. „Hier sieht man mal, wie sehr die Stadtverwaltung zwischen den Stühlen sitzt“, sagte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler), der die Veranstaltung leitete. Gerade hatte es einen intensiven Wortwechsel zwischen Stadtrat Kurt Arnhold (SPD) und Händlern gegeben. Sie kämpfen um jeden Parkplatz vor den Geschäften und sehen die geplante Reduzierung von Parkflächen kritisch. Arnhold, der sich aufgrund eines SPD-Antrages im Stadtrat selbst als geistiger Vater eines neuen Verkehrskonzeptes sieht, lehnt zum Beispiel Autoverkehr in der Sonnenpassage gänzlich ab. Nur das Anliefern von Waren soll dort noch gestattet sein. „Eine solche Entscheidung wäre existenzbedrohend, da fahren die Kunden gleich woanders hin, wenn sie uns nicht mehr erreichen“, sagte zum Beispiel die Blumenhändlerin. Auch für Post-Kunden mit ihren Paketen wäre ein Einfahr- und Parkverbot inakzeptabel, machte der Filialbetreiber deutlich. Arnhold konterte: „Wir als Fußgänger sind doch auch Kunden. Wenn der Zustand so bleibt, verlieren sie eben uns.“ Und ein älterer Herr schilderte, wie er in der Sonnenpassage bei einem Spaziergang mit seinem im Kinderwagen liegenden Enkel angehupt und angepöbelt wurde.Zur vorgesehenen Gestaltung der künftigen Anliefer- und Parkzonen (wir berichteten) hatten Händler aus der Sonnenpassage noch einige Vorschläge, weshalb Enke sie noch einmal kurzfristig zu einem Gespräch einlud. Denn am Dienstag tagt der Technische Ausschuss, der eine diesbezügliche Regelung für eine halbjährige Testphase sowohl für die Sonnenpassage als auch für die Straße vor dem Rathaus-Carré beschließen soll. Wie so eine Regelung aussehen könnte, stellte Ordnungsamtsleiter Michael Winiecki vor . Was die Gemengelage für die Suche nach Lösungen zusätzlich erschwert, sei das Freihalten der vorgeschriebenen Feuerwehrstellplätze. Und künftig wird sich durch den Neubau des Gymnasiums und des Verwaltungsgebäudes der Parkplatzbedarf weiter erhöhen. „Es werden da noch mehr Fußgänger in den Bereich Endstelle/Passage strömen. Ich bin da für eine Fußgängerzone“, sagte eine Zuhörerin. Auch Enke erkennt das Konfliktpotenzial, hält aber auch die Händler-Interessen für berechtigt: „Mittelfristig brauchen wir eine große Konzeption.“Ein alle zufriedenstellender Konsens wurde nicht gefunden. Doch auch einige Händler finden es gut, wenn ein Zebrastreifen künftig gerade Älteren des Queren der Straße zwischen Carré und Passage erleichtert. Und Ralf Moritz von der Auenwald-Apotheke erinnerte: „Wir sind auf Kunden angewiesen, aber alle sind auch auf uns Händler angewiesen, damit was passiert in der Innenstadt.“

Olaf Barth

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