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Schkeuditz Helios-Klinik Schkeuditz investiert in neue Technologie
Region Schkeuditz Helios-Klinik Schkeuditz investiert in neue Technologie
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05:00 19.05.2010
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. „Zuletzt konnte ich nur noch rückwärts die Treppe heruntergehen", beschreibt sie. Bei der vom Hausarzt angeordneten Magnet-Resonanz-Tomographie stellte man bei der 62-Jährigen 2009 sehr starke Abnutzungen an beiden Knien fest. Künstliche Gelenke einzusetzen, war die logische Konsequenz.

Knieimplantationen zählen zu den häufigsten orthopädischen Eingriffen, heißt es dazu in einer Mitteilung der Schkeuditzer Helios-Klinik. Und so sei hier im vergangenen Jahr 146 Patienten mit einem Kniegelenkersatz geholfen worden. Seit diesem Jahr wird bei dieser Operation eine neue Methode, ein spezielles Navigationssystem, angewendet, welche ein genaueres Einsetzen der Prothese ermöglicht.

Bei dem Navigationsmethode genannten Vorgehen wird im Operationssaal mit infrarotem Licht gearbeitet. Diese Licht wird ausgesendet, von speziellen Kugeln reflektiert und mittels Kameras aufgefangen. „Dazu werden Sender an Oberschenkel, Knie und Fuß angebracht", erklärt Oberarzt Mathias Wuttke. Spezifische Computer-Programme helfen, die erhaltenen Daten auszuwerten und in Bilder umzurechnen. Nicht nur die knöchernen Verhältnisse, auch die Stabilitätsverhältnisse der Bänder würden registriert und fänden in der Operationsplanung Eingang. Der Operateur kann am Monitor jederzeit die Auswirkungen seines Handelns überprüfen oder gar vorhersehen. „Ziel ist es, ein möglichst gerades Bein zu erhalten", erklärt der Doktor. „Durch die computergestützte Operationstechnik sind präzisere Ergebnisse möglich als mit der herkömmlichen Technik. Die Mediziner gehen davon aus, dass sich dank der optimierten Positionierung auch die Haltbarkeit der Prothesen verlängert und auch die Funktion des Gelenkes verbessert wird", erläutert der Chirurg. Das würden auch Studienergebnisse der letzten Jahre belegen. Eine Investition also, die dem Wohle des Patienten dient, sagt er. Da die Navigationsmethode außerdem röntgenfrei sei, entfalle die zusätzliche Strahlenbelastung für den Patienten, nennt Wuttke einen weiteren Vorzug der neuen Methode.

Im September bekam Renate Brennecke eine Prothese für das linke Knie nach herkömmlicher Methode und vor fünf Wochen mit Hilfe der Navigationsmethode ein neues Gelenk im rechten Bein. „Nach drei Wochen Reha und den Übungen kann ich das Knie wieder 105 Grad beugen", freut sich die Markranstädterin. Etwas über 90 Grad schafft sie mit dem linken.

 

Roland Heinrich

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