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Schkeuditz „Hier handelt es sich um keine Mängel“
Region Schkeuditz „Hier handelt es sich um keine Mängel“
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05:00 06.08.2010
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Schkeuditz

Jetzt prüft der Flughafen, ob es hier Baumängel gibt.

Spektakulär demonstrierte die Flughafen-Feuerwehr an der Boeing-747- Attrappe die Brandbekämpfung. Am 7. Juni wurde das neue Ausbildungszentrum Fire Training an der Start- und Landebahn Nord an den Bauherren der Anlage, den Flughafen Leipzig/Halle, übergeben und mit dieser Präsentation dem zahlreichen Publikum vorgestellt. Zunächst wurde ein Flächenbrand, später ein simulierter Triebwerksbrand bekämpft.

Beim Flächenbrand werden Feuerwände mittels im Boden eingelassener Gasdüsen erzeugt, die bis zu zehn Metern in die Höhe schlagen können und 1200 bis 1300 Grad Celsius heiß sind. Um eine Verformung des Attrappen-Rumpfes zu vermeiden, sind an ihm Edelstahlleitungen angebracht, die für eine Kühlung sorgen. Am Boden jedoch, in dem die Gasdüsen eingelassen sind, platzen und splittern aufgrund der Hitzeentwicklung die Ziegelsteine. Tonscherben liegen zwischen den Düsen verstreut herum.

„Wir prüfen derzeit, ob es sich dabei um Baumängel handelt“, erklärt Evelyn Schuster vom Flughafen Leipzig/Halle. Man könne nicht sagen, ob das Verhalten des Bodens nicht normal sei, ergänzt sie. Immerhin befindet sich dieses Ausbildungszentrum, wofür rund 3,5 Millionen Euro investiert wurden, am Airport auf dem derzeit einzigen Standort in Deutschland. Und somit fehle der Vergleich mit anderen Anlagen, begründet Schuster.

Die planerische Gesamtverantwortung sowie die Projektsteuerung für das Trainingszentrum hatte die K Plan AG inne. Mehrere Feuerwehrhäuser, Feuerwachen und auch Übungsanlagen wurden von der K Plan schon realisiert. „Hier handelt es sich um keine Mängel“, erklärt Heinz Spitzbarth, Prokurist der K Plan AG. „Es gibt kein Material, was derartigen Anforderungen gewachsen ist“, erklärt er weiter. Frostbeständigkeit und Befahrbarkeit waren am Airport die Anforderungen an den Belag. Bei den Bränden entstünden enorme Temperaturunterschiede, denen die Ziegel nicht standhalten können, erklärt Spitzbarth. Dieser Zersetzungsprozess stagniere aber und sei kein kontinuierlicher, betont der Prokurist. Dies habe er in Tests selbst geprüft. Je nach Nutzung „müssen nach fünf bis sechs Jahren Ziegel punktuell ausgetauscht werden“, schätzt Spitzbarth. Dies gestalte sich am Schkeuditzer Airport als einfach, da die Ziegel lose auf einem Sandbett verlegt seien, betont er.

„Die Nutzung der Anlage läuft normal“, betont Schuster vom Flughafen. Auch gebe es Anfragen fremder Wehren, die das Gelände nutzen möchten. „Zahlen kann ich hier aber nicht nennen“, sagt sie. Das Zentrum umfasst neben dem Brandsimulator auch einen holzbefeuerten Brandcontainer, in dem Rauchgasexplosion sowie Wohnungs- und Kellerbrände simuliert werden können.

Roland Heinrich

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