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Hilfe für Familien in Moldawien

Hilfe für Familien in Moldawien

Zur Weihnachtszeit wird gern geschenkt, verpackt und gespendet. Auch im Schkeuditzer Hoffnungszentrum werden wieder Päckchen zusammengestellt. Schon traditionell ist dabei die Hilfsaktion für Familien in Moldawien.

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Sowohl den Transport wie auch die Kartons stellt DHL zur Verfügung. Freiwillige packen im Hoffnungszentrum die Hilfs-Päckchen für Moldawien.

Quelle: Peggy Hamfler

Schkeuditz. 35 ehrenamtliche Helfer hatten sich jetzt zusammengefunden, um knallgelbe Hilfspakete für die Reise nach Moldawien vorzubereiten.

Drei DHL-Azubis halfen kräftig mit: Dominik Engwicht, Alexander Fiedler und Carl Schneider. "Es ist doch für einen guten Zweck, da macht es gleich doppelt so viel Spaß", sagte Schneider. DHL-Ausbildungskoordinatorin Britta Böhme-Hrushchak packte. "DHL will zum fünften Jahr des Bestehens in Schkeuditz der Region auch etwas zurückgeben, deswegen unterstützen wir Hilfsprojekte, die nach Burma, Sierra Leone, Mauretanien oder in die Kriegsregion Pakistan liefern", sagte sie. Insgesamt 620 Kisten á sechs Tonnen unter anderem aus Berlin, Bad Lausick und Riesa liefert DHL nach Moldawien, 200 davon allein aus Schkeuditz.

Die 16-jährige Schülerin Sira Lüers war als Gemeindemitglied bereits im August dieses Jahres zwölf Tage lang in Moldawien und schnürt seit 2010 gern Hilfspost: "Es wäre gut, wenn nächstes Jahr noch mehr Leute mit packen helfen. Ich habe die verwaisten Kinder in Balty gesehen, die nicht einmal Seife und Zahnbürsten haben. Das war sehr traurig. Aber man hat uns trotzdem herzlich und mit reich gedecktem Tisch empfangen." Gern würde Lüers einmal ein ganzes Jahr lang in einer Kindereinrichtung in Moldawien arbeiten. Mutter Jeannett Stolz und ihr zehnjähriger Sohn Lars-Leon helfen zum zweiten Mal mit. Beide packen Handtücher, Waschlappen und Schulblöcke ein, Stolz erklärt: "Den Kindern in Moldawien fehlt das Elementarste, natürlich auch Spielzeug."

Gemeindeleiter Andreas Haller kennt die politische Lage in Moldawien, reist seit 1990 in bedürftige Länder: "Viele Eltern lassen ihre Kinder in dem Agrarland allein zurück und arbeiten wegen der schlechten Wirtschaftslage im Ausland, meist in Russland. Sie sehen ihre Kinder nur ein oder zwei Mal pro Jahr." Und weil Haller mit sieben Helfern ab 30. Dezember in Moldawien weilt, erlebt er etwas nicht Alltägliches: "Wir können dieses Jahr zwei Mal Weihnachten feiern, denn die Moldawier sind orthodox und feiern zum 7. Januar ihr Fest."

Die Idee, nach Moldawien zu reisen, kam Haller durch einen Jura-Studenten, dessen Vater in dem Land eine Gemeinde leitete und von der Notlage berichtete. Haller und Helfer Roland Müller vom Leipziger Pavillon der Hoffnung erklären die politische Situation: "Hätte sich Moldawien vor sieben Jahren Rumänien angeschlossen, weil Moldawien nur knapp drei Millionen Einwohner hat, dann wäre das Land auch in der EU und es würde den Kindern nun besser gehen." Nicht nur Nahrung, Kleidung und Hygieneartikel werden versandt. Einem moldawischen Jungen mit zusammen gewachsenen Fingern und Füßen konnte mit einer Spendenaktion eine 6000 Euro teure Operation bezahlt werden.

Bei all dem Willen zu helfen, dürfen aber auch die Formalien nicht vernachlässigt werden. Denn für die Ausfuhr von Hilfspaketen gibt es auch ganz klare Regeln. Deshalb wird beim Packen auch sehr darauf geachtet, dass nicht gegen bestimmte Festlegungen verstoßen wird. Offenbar mit Erfolg. Denn mit dem Zoll habe das Hoffnungszentrum bisher keine Probleme gehabt, sagt Haller und ergänzte: "Wegen unserer vielen regelmäßigen Hilfsprojekte dauert die Bearbeitung eines Einfuhrantrages auch nur noch eine Woche." Peggy Hamfler

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.12.2013
Peggy Hamfler

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