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Historisches für Jubiläumsschau gesucht

Historisches für Jubiläumsschau gesucht

Für eine Ausstellung, die die Schkeuditzer Wohn- und Lebensgemeinschaft am Elstertal für den Sommer plant, sucht dessen Leiter Mario Kulisch noch Exponate. Anlass dieser Ausstellung, die zum Sommerfest am 12. Juni eröffnet werden soll, ist das 70-jährige Bestehen des Vereins Volkssolidarität sowie der 25. Geburtstag des Kreisverbandes Leipziger Land/Muldental.

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Der Teilnehmer-Ausweis stammt aus der Anfangszeit der Volkssolidarität. Ähnliche Dokumente oder Fotos werden für eine Ausstellung gesucht.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Letzterer Verband nämlich betreibt die Gemeinschaft für Menschen mit Behinderung.

"Wir haben schon interessante Objekte, die wir zeigen wollen. Aber vielleicht gibt es ja noch Mitglieder der ersten Stunde, die uns Dokumente, Fotos oder Ähnliches leihweise zur Verfügung stellen können", rief Kulisch zur Unterstützung auf. In Schkeuditz könne etwa ein Ehrenabzeichen "für hervorragende Solidaritätsarbeit" aus DDR-Zeiten genauso präsentiert werden, wie ein Teilnehmer-Ausweis der Hilfsaktion "Wir bauen auf". "Der stammt vermutlich aus den 1950er Jahren", schätzte Kulisch. Zum Abzeichen merkte er an, das es Ehrennadeln in Gold, Silber und Bronze auch heute noch gebe.

"Die Volkssolidarität ist ein rein ostdeutscher Verein", wies Kulisch hin. Im Oktober 1945 wurde ihr Programm auf einer Versammlung mit mehr als 1000 Teilnehmern begründet. Das Ganze fand im Gebäude der "Sächsischen Zeitung" in Dresden statt. Ein paar Tage zuvor hatte es einen Aufruf in jenem Blatt und auch in der "Volksstimme" gegeben: "Stadt und Land - Übt Volkssolidarität!", lautete der. Vordringliches Anliegen des neuen Hilfswerks war, die größte Not im ersten Winter nach dem Zweiten Weltkrieg überstehen zu helfen.

Auch in anderen Bundesländern des Ostens gab es derlei Hilfsorganisationen: Das "Hilfswerk der Provinz" in Sachsen-Anhalt, die Aktion "Rettet die Kinder" in Brandenburg oder die "Thüringenaktion gegen Not". In der gesamten damaligen sowjetischen Besatzungszone wurden die Volksbewegungen 1946 koordiniert und zur Gemeinschaft "Volkssolidarität" zusammengeführt.

"Wenn es die Volkssolidarität nicht gäbe, gäbe es auch unsere Einrichtung nicht", verwies Kulisch auf eine Zeit der Umstrukturierung, die nach dem gesellschaftlichen Umbruch 1989/90 einsetzte. Es sei damals tatsächlich um den Fortbestand der Volkssolidarität gegangen. Die Mitgliederzahl schrumpfte stark und es galt, innerhalb der Volkssolidarität neu über Profil und Struktur nachzudenken.

Seit 25 Jahren inzwischen gibt es den Kreisverband Leipziger Land/Muldental. Träger der Wohn- und Lebensgemeinschaft für Menschen mit Behinderung ist er seit dem 1. Januar 1999. Er gehört zum ebenfalls 1990 gegründeten Landesverband Sachsen, zu dem insgesamt rund 49 500 Mitglieder zählen.

Von der Geschichte bis zur Gegenwart soll die im Sommer geplante Ausstellung im Haus Platane nun informieren. "Das Haus ist offen für alle",betont Kulisch. Gern begrüße er auch ältere Ortsgruppenmitglieder, die die ein oder andere Geschichte erzählen können.

 

 

Kontakt unter 034204 702700

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.02.2015
Roland Heinrich

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