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Hochschule Zwickau arbeitet an Fragebogen - Konzept für Geschäft in Dölzig soll entstehen

Hochschule Zwickau arbeitet an Fragebogen - Konzept für Geschäft in Dölzig soll entstehen

Mit Studentinnen der Westsächsischen Hochschule Zwickau ist die Professorin Gabriele Günther zur jüngsten Ortschaftsratssitzung in Dölzig angereist. Hier stellte die Direktorin des Instituts gemeinsam mit den Wirtschaftswissenschaftlerinnen einen Fragebogen zur Einkaufs-Situation im Ort vor, der nach Ostern an die Haushalte verteilt werden soll.

Dölzig. Dass die Dölziger im Ort eine Verkaufseinrichtung für die Waren des täglichen Bedarfs haben wollen, ist nicht unbekannt. Dieser Wille soll jetzt mit dem Ergebnis einer Bürgerumfrage untermauert werden. Einen Fragebogen dafür haben Studenten der Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Zwickau erarbeitet und am Dienstagabend im Ortschaftsrat vorgestellt.

"Wir haben den Fragebogen in zwei Teile untergliedert. Der erste Teil mit zehn Fragen ist für den Haushalt bestimmt, den zweiten Teil sollen die Bewohner beantworten", erklärte die wissenschaftliche Mitarbeiterin Marianne Vogel. In Erfahrung gebracht werden soll, welcher Bedarf und welche Kaufkraft vorhanden sind und wie groß der Wille nach einem sogenannten Minimarkt ist. "Wir hoffen natürlich auf großen Rücklauf", sagte Vogel.

Der Grund, weshalb sich die Zwickauer Hochschule mit dem Dölziger Anliegen befasst, liegt am Wohnort der Professorin Gabriele Günther in Leipzig. Hier hatte sie einen LVZ-Artikel zu der Geschäfte-Situation des Schkeuditzer Ortsteils gelesen und just zum Projektthema auserkoren. "Wir haben uns dann mit dem Ortsvorsteher getroffen und den Ort auch besichtigt", erinnerte sich Vogel.

Nach der Vorstellung der Fragebögen im Ortschaftsrat soll nun - binnen acht Tagen - eine kleine Überarbeitung stattfinden. "Mir fehlt die Frage nach dem Was. Also: Was wird gekauft? Reicht Paketware aus oder werden Produkte aus der Region bevorzugt?", lautete ein Hinweis aus dem Ortschaftsrat. Dies soll nun im überarbeiteten Fragebogen berücksichtigt werden.

"Nach Ostern werden wir selbst die Fragebögen verteilen", sagte Ortsvorsteher Lothar Böttcher. "Wir werden ein Anschreiben dazu aufsetzen und mit anfügen", ergänzte er. Damit soll umgangen werden, dass die Zettel mit diversen anderen Blättern im Papiermüll verschwinden. Auch überlegten die Räte, zentrale Stellen wie Schule oder Kindergarten mit in die Befragung einzubeziehen. "Ich kann mir vorstellen, dass dort der ausgefüllte Bogen abgegeben werden könnte", sagte Böttcher.

Je höher die Beteiligung an der anonymen Befragung ist, um so fundierter ist dann das Konzept, das der Ortschaftsrat eventuell noch in diesem Jahr überreicht bekommt. "Wir werden die Befragung auswerten und ein Finanzkonzept erarbeiten, also rückwärts rechnen, wie viel, je nach Variante, investiert werden müsste", erklärte Vogel. Dabei gebe es bei der Umsetzung mehrere Möglichkeiten. Dies geht vom Alleinunternehmer bis hin zu einer Genossenschaft, die gegründet werden könnte. "Eine Rendite von vier Prozent ist hier gang und gäbe", reagierte Günther auf staunendes Raunen. Das Konzept wird für Dölzig kostenfrei erstellt: "Die Studenten haben einen Nachweis für praktische Arbeit und Dölzig hat ein Konzept", fasst Vogel die Vorteile für alle zusammen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.03.2013

Roland Heinrich

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