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Schkeuditz Hochzeit mit französischer Hilfe
Region Schkeuditz Hochzeit mit französischer Hilfe
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13:19 10.05.2011
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Schkeuditz/Bühl

Die Porzellanhochzeit fand am vergangenen Wochenende im Badischen statt, eingebettet in das Programm der baden-württembergischen Heimattage.

Mit einem leidenschaftlichen Bekenntnis zu Europa begann Bühls Oberbürgermeister Hans Striebel seine Ansprache anlässlich des Festaktes „Wir feiern Geburtstag“ zum 20. Partnerschaftsjubiläum mit Schkeuditz und dem Rajon Kalarasch in Moldawien. Damit hob das zum Jahresende scheidende Stadtoberhaupt die historische Bedeutung der europäischen Einheit hervor, die die Freundschaften gen Osten überhaupt erst ermöglicht hat. Erste Kontakte zwischen den Jubilaren gehen auf das Jahr 1987 in Villefranche-sur-Saône zurück. Wohl deshalb bezeichnete Striebel die Franzosen als „Geburtshelfer und Trauzeugen“ dieser Partnerschaft.

In den Anfangsjahren unterstützte die 30 000-Einwohner-Stadt am Rande des Schwarzwaldes vor allem den Aufbau der Schkeuditzer Verwaltung. Auch dank der Bühler Hilfe konnte sich die Elsterstadt zu einem, so Striebel, „modernen und selbstbewussten Städtchen“ entwickeln. Schkeuditz’ Oberbürgermeister Jörg Enke griff die Bühler Erinnerungen auf und lieferte zugleich einen Beweis für das übermittelte Können: Seinerzeit war Schkeuditz die sachsenweit erste Stadt, die die notwendigen Unterlagen zur Förderung der Innenstadtsanierung beibringen konnte. Dafür und auch für die erfolgreiche Entwicklung der Stadtwerke Schkeuditz, die ohne die Städtefreundschaft nicht denkbar war, dankte Enke der Stadt Bühl „aus tiefstem Herzen“.

Tags darauf zeigte die Stadt Schkeuditz, die mit einer Abordnung aus Politik, Wirtschaft, Vereinen, Jugend und Kultur vertreten war, ihr heutiges Potenzial: Bei der Bühler Leistungsschau und dem Markt der Möglichkeiten präsentierten sich neben der Stadt und dem Stadtwerk auch stellvertretend für das Umland der Tourismusverein Leipziger Neuseenland sowie die nordsächsische Mühlenregion. Schkeuditz’ Stadtwerke-Chef Ingolf Gutsche freute sich dabei über ein in Anwesenheit von Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Stefan Mappus ausgehändigtes Zertifikat, wonach die Schkeuditzer Stadtwerke eigens für sie aus Wasserkraft erzeugten Ökostrom verkaufen können.

Bereits Ende Juni erfolgt im Rahmen des 20. Schkeuditzer Stadtfestes ein Bühler Gegenbesuch. Bei dem soll die seit zwei Jahrzehnten währende außergewöhnliche Freundschaft weiter gefestigt und ausgebaut werden, hieß es.

Karsten Jentzsch

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