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Schkeuditz Holocaust-Gedenktag ist in Schkeuditz angekommen
Region Schkeuditz Holocaust-Gedenktag ist in Schkeuditz angekommen
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09:49 29.01.2018
Gymnasiasten legen anlässlich des Holocaust-Gedenktages auf dem Papitzer Nelken auf Gräber, in denen zu Tode gekommene sowjetische Zwangsarbeiter beerdigt wurden. Quelle: Michael Strohmeyer
Schkeuditz

Obwohl in Schkeuditz seit Jahren am 27. Januar mit Teilnahme der Rathausspitze der Opfer des Nationalsozialismus gedacht wird, erlebte dieser Gedenktag hier diesmal eine Art Premiere. Denn nicht die Senioren der Linkspartei allein hatten das zuletzt in Schkeuditz weitestgehend ignorierte Treffen auf dem Papitzer Zentralfriedhof initiiert, sondern der neue Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU) hatte persönlich im Namen der Stadtverwaltung alle Parteien, Bürger und Institutionen zum Gedenken eingeladen. Und tatsächlich kamen statt nur ein oder zwei Handvoll betagter Linker und den Rathauschefs dieses Mal 50 Teilnehmer, darunter Gymnasiasten, Vertreter aller Parteien sowie Pfarrer Axel Meißner mit einigen Konfirmanden.

In seiner Rede schlug Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler) angesichts der schrecklichen Verbrechen in der Vergangenheit einen Bogen zur Gegenwart: „Hass, Antisemitismus, Ausgrenzung oder Rassismus dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.“ Dornbusch appellierte an die Jugend, weder die heutigen Gefahren für die Demokratie noch die vergangenen Verbrechen des Nationalsozialismus aus dem Blick zu verlieren. „Wir dürfen all das und die Opfer nie vergessen und müssen die Erinnerung daran wach halten“, mahnte Dornbusch. Gemeinsam mit Linken-Fraktionschef Reiner Ehnert legte er am Mahnmal einen Kranz nieder. Gymnasiasten legten dann Nelken auf jene Gräber, in denen zu Tode gekommene sowjetische Zwangsarbeiter beerdigt wurden. Über die Teilnahme der Neuntklässler freute sich besonders die Seniorin Edith Galle, die den Jugendlichen von ihren eigenen Erfahrungen mit Krieg und Vertreibung erzählte.

Von Michael Strohmeyer

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