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Schkeuditz Hundebesitzer schockiert: Köder mit Rasierklingen sollen ausgelegt sein
Region Schkeuditz Hundebesitzer schockiert: Köder mit Rasierklingen sollen ausgelegt sein
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14:12 19.05.2015
Warnzettel weisen Hundebesitzer auf ausgelegte Köder hin, die aus einem Stück Käse gespickt mit Rasierklingen bestehen. Quelle: Roland Heinrich

"Es ist ein Skandal und es ist eindeutig Tierquälerei", sagte ein Hundefreund, der namentlich nicht genannt werden möchte. Was war passiert?

"Ich bin gestern Vormittag angesprochen worden, dass Hundeköder ausgelegt worden sein sollen. Auf scheinbar eilig aufgehängten Warnzetteln las ich es dann selbst", sagte der Papitzer gestern. "Achtung Hundebesitzer! Bitte passt auf Eure Hunde auf!", ist auf den mehrfach und an verschiedener Stelle angebrachten Blättern zu lesen. "Heute früh wurden auf dem Feldweg Käsestückchen mit Rasierklingen gefunden!", heißt es darunter weiter.

Einer dieser Zettel hängt an einem Strommast in der Martin-Niemöller-Straße Ecke Am Kalten Born. Dort beginnt, direkt gegenüber dem DHL-Warehouse, ein parkähnliches Areal, dass für Gassi-Gänge prädestiniert zu sein scheint. Bis hin zur Theodor-Heuss-Straße erstreckt sich das Gebiet, dass nur durch die Altscherbitzer und eine weitere Straße durchschnitten wird. Auslauf gibt es hier jedenfalls reichlich. Und hier soll eben auch jener Köder gefunden worden sein.

"Uns ist von den Ködern nichts bekannt", sagte Stadtsprecher Helge Fischer nach Nachfrage im Schkeuditzer Ordnungsamt. Meldungen seien dort nicht eingegangen. "Wir möchten aber darauf aufmerksam machen, dass es sich bei beschriebenen Sachverhalten um Handlungen mit Straftatbestand handelt. Betroffene sollten unbedingt eine Anzeige erstatten", wies Fischer gestern hin.

Und betroffen scheint wohl schon ein Hund eines Schkeuditzers zu sein. "Mir wurde berichtet, dass eine französische Doge schon einen solchen Köder gefressen hat und dann in die Tierklinik nach Leipzig gebracht werden musste", gibt der Schkeuditzer Gehörtes weiter. Bestätigen ließ sich das gestern nicht. In der Universitätsklinik für Kleintiere in Leipzig war es nicht möglich, Antworten zu erhalten.

Auch bei der Polizeidirektion Leipzig ist von den Vorfällen nichts bekannt, wie Uwe Voigt auf Nachfrage bestätigte. "Uns liegt keine Anzeige vor", sagte der Polizeisprecher. Im Schkeuditzer Polizei-Revier kann Thomas Finsch noch keine hieb- und stichfesten Aussagen treffen. "Aktenkundig ist zu dem Vorfall hier zwar nichts", sagte der Leiter des Kommissariats 3 in Schkeuditz, "aber die Bürgerpolizisten sind momentan auch nicht im Haus. Morgen wird es eine Dienstbesprechung geben. Danach kann ich fundierte Aussagen treffen", informierte Finsch gestern. Ausschließen möchte er ähnliche Vorfälle aber nicht, hat es doch in jüngerer Vergangenheit ähnliches im Auenwald gegeben, erinnerte er.

"Ich war geschockt, als ich von den Ködern hörte", sagte der Schkeuditzer Hundefreund. Nicht auszudenken, was seinem Hund passieren könnte. Auf jeden Fall wird das Tier zunächst an der Leine bleiben, um es besser im Auge zu haben, meinte er.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.03.2015
Roland Heinrich

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