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Schkeuditz "Ich fühle mich wie ein weißes Blatt Papier" - Neuer Vikar in Dölzig
Region Schkeuditz "Ich fühle mich wie ein weißes Blatt Papier" - Neuer Vikar in Dölzig
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17:40 19.05.2015
Für eineinhalb Jahre ist Martin Scheiter Vikar auch in der Dölziger Kirche. Quelle: Roland Heinrich

"Ich bin neugierig und möchte lernen. Was den Beruf des Pfarrers angeht, fühle ich mich noch wie ein weißes Blatt Papier, das jetzt mit praktischen Erfahrungen beschrieben wird", sagte Scheiter. Das werden in den ersten ein bis zwei Monaten Erfahren aus der Begleitung der Pfarrerin heraus sein. "Zunächst soll der Vikar die Gemeinde kennenlernen und mich bei der Arbeit begleiten. Nach und nach wird er eigene Aufgaben übernehmen bis gegen Ende seines Vikariats auch der ein oder andere freie Sonntag für mich drin ist", erklärte Schmidt scherzhaft. "Bei den meisten Gelegenheiten werde ich zugegen sein", ergänzte sie.

Gebürtig in Niederwiesa bei Chemnitz ist Scheiter auf einem Bauernhof aufgewachsen. "Mein Großvater war Pfarrer und meine Oma war Kantorin", erklärte der heute in Leipzig Wohnende die familiären Hintergründe seines Berufswunsches. Außer in Oslo und Berlin hat Scheiter auch in Leipzig Theologie studiert. "Um das Studium zu finanzieren, habe ich sowohl an der Uni als auch in einer Demenz-Wohngemeinschaft gearbeitet", erwähnte der Vikar. Die Entscheidung, das Vikariat in Dölzig zu absolvieren, hat Scheiter übrigens nicht selbst getroffen. "Das Landeskirchenamt teilt die Stellen zu", klärte er auf.

Bisher fanden jährlich zwischen zwölf und 15 Personen Aufnahme in den zweijährigen Vorbereitungsdienst, der in Kirchgemeinden, pädagogischen Ausbildungsstätten sowie im Predigerseminar in Wittenberg stattfindet. Erstmals gibt es bei den Vikariatsstellen der Landeskirche Sachsen jetzt einen doppelten Jahrgang: 28 Theologen erhielten im September in Dresden ihre Ernennungsurkunde für das bevorstehende Vikariat. Hintergrund ist der zu erwartende verstärkte Eintritt von Pfarrerinnen und Pfarrern in den Ruhestand ab diesem Jahr. Mit jungen Theologen und zusätzlichen Ausbildungsplätzen soll diese Entwicklung kompensiert werden.

"Wer mich kennenlernen möchte, der kann ja zum Frühjahrsputz kommen", zeigte sich Scheiter schon ganz im Dienst der Dölziger Kirche. Hier nämlich findet am Sonnabend der jährliche Frühjahrsputz statt. Zwischen 9 bis 11 Uhr werden viele Helferinnen und Helfer gesucht. Es wird gebeten, Schrubber und Eimer mitzubringen. "Die Kirche wird übrigens beheizt sein", wies die Pfarrerin hin. Roland Heinrich

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.03.2013

Roland Heinrich

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