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"Ich möchte in den Verkehrsausschuss"

"Ich möchte in den Verkehrsausschuss"

Anlässlich eines 25-jährigen Geschäftsjubiläums hatte der frische gewählte Bundestagsabgeordnete Marian Wendt (28) unlängst Schkeuditz besucht. Die LVZ nutzte die Gelegenheit, für ein Gespräch über die ersten Wochen des nordsächsischen CDU-Abgeordneten in der Hauptstadt.

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Marian Wendt

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Frage: Wie sind Sie von der Fraktion in Berlin aufgenommen worden?

Marian Wendt: Freundlich, man kennt sich ja mittlerweile und es sind alte und auch neue Gesichter dabei. Außerdem sind wir alle voller Elan und es herrscht gute Stimmung bei solch tollem Wahlerfolg.

 

 

Haben Sie bereits ein Büro eingerichtet und einen festen Platz im Plenum?

Ja und nein. Durch die vielen neuen Abgeordneten werden die Räume im Deutschen Bundestag neu vergeben. Da ich das Büro von meinem Vorgänger Manfred Kolbe direkt übernehmen soll, ging das bei mir recht zügig, und ich gehe davon aus, dass ich dieses Büro wahrscheinlich auch behalten werde. Herr Kolbes Unterlagen sind in dieser Woche gepackt und abgeholt worden. Aber da ich viele Termine habe, kümmern sich meine Mitarbeiter darum, dass das Büro in den kommenden Tagen komplett fertig wird und wir für die kommenden vier Jahre gute Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger leisten können. Im Plenum habe ich keinen festen Platz, da innerhalb der Fraktion freie Platzwahl herrscht.

 

 

Welche Aufgaben, zum Beispiel in der Ausschuss-Arbeit, übernehmen Sie?

Gern würde ich in den Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Da das Thema Verkehr und Logistik zentral für Deutschland und Nordsachsen, insbesondere Schkeuditz ist. Aber da die Koalitionsverhandlungen noch nicht abgeschlossen sind, dauert es noch ein wenig bis die Ausschussbesetzung endgültig feststeht.

Wochenlang reisten Sie als Kandidat durch den Landkreis - jetzt waren Sie in Schkeuditz als

Bundestagsabgeordneter: Was ist jetzt anders, was ist das für ein Gefühl?

Durch den Zuspruch der Bürgerinnen und Bürger spüre ich schon die Verantwortung. Die Menschen wissen, dass ich als ihr Bundestagsabgeordneter Entscheidungen für sie treffe und verantwortlich für die Region bin. Gerne nehme ich diese Verantwortung an und freue mich auf meinen Einsatz für den Wahlkreis.

 

 

Haben Sie in Berlin bereits Ihren Wahlkreis betreffende Themen ansprechen können, für die Sie sich im Wahlkampf stark gemacht haben?

Insbesondere für die verbesserte finanzielle Ausstattung für Verkehrsprojekte habe ich mich in den Koalitionsvorberatungen ausgesprochen. Dabei habe ich deutlich gemacht, dass wir Investitionen in den Ausbau von Straßen, Schienen und auch beim Lärmschutz brauchen. Klar ist hierbei für mich, der Flughafen Schkeuditz braucht keine dritte Start- und Landebahn.

 

 

Das sieht ihr Parteifreund, Nordsachsens Landrat Michael Czupalla, offenbar anders. Schließlich wurde er in einer Boulevardzeitung entsprechend zitiert und sorgte so für einigen Wirbel sowohl beim Flughafen als auch bei den Anwohnern. Haben Sie mit ihm darüber gesprochen und ihm diese Idee wieder ausgeredet?

Mit Landrat Czupalla bin ich mir einig, dass wir das Frachtdrehkreuz Leipzig/Halle ausbauen und stärken wollen. Wir sind hier auf allen Ebenen engagiert. Vordergründig ist aber nach aktuellem Entwicklungsstand keine weitere Start- bzw. Landebahn notwendig. Das bestehende Parallel-Bahnensystem ist für mindestens 200 000 Flugbewegungen pro Jahr gebaut. Aktuell haben wir jährlich knapp 70 000 Starts- und Landungen. Da ist also noch viel Luft nach oben. Ein Bahnen-Ausbau ist auch nach Konzeption der Flughafengesellschaft die nächsten Jahrzehnte nicht geplant.

 

 

Von der Provinz im flachen Land in die Millionen-Weltstadt - wie erobern Sie sich Berlin? Schon eine Lieblingskneipe gefunden?

Berlin kann man nicht erobern. Berlin ist Berlin, mit nichts zu vergleichen. Aber ich kenne die Stadt ja schon und fühle mich in meinem Kreuzberger Kiez auch ganz wohl. Ja, das ein oder andere Bier habe ich nach dem Wahlsieg mit Kollegen und Mitarbeitern getrunken. Wer mich aus Nordsachsen in Berlin besuchen kommt, mit dem gehe ich dann auch gern auf ein Bier in meine Lieblingskneipe, um über das politische Berlin zu sprechen.

 

 

Wie halten Sie künftig Kontakt zu ihrem Wahlkreis und wie erreichen dort die Menschen Sie mit Anliegen und Fragen?

Außerhalb der Sitzungswochen bin ich jede Woche in meinem Wahlkreis. Mein Hauptwohnsitz ist in Torgau, meine Familie und Freunde leben in Nordsachsen, sodass ich mit meinem Wahlkreis eng verwurzelt bin. Vor Ort können alle Bürgerinnen und Bürger mit mir in Kontakt treten. Wenn ich in Schulen, Vereinen, Kirchen oder Betrieben zu Besuch bin, kann man jederzeit mit mir ins Gespräch kommen. Eine Telefonsprechstunde wird es ab Dezember auch geben. Außerdem leben wir ja im Zeitalter des Internets. Auf meiner Homepage oder über soziale Netzwerke wie Facebook kann man einsehen, welche Termine bei mir anstehen und eine Mail schreiben, wenn man ein Anliegen hat.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.11.2013
Olaf Barth

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