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Im Schöppenwinkel schleift's beim Straßenbau

Im Schöppenwinkel schleift's beim Straßenbau

Der Ausbau der Straße Schöppenwinkel im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig kommt nicht so recht voran. Eigentlich sollte die Straße, die bisher nicht viel mehr als eine Schotterpiste war und ist, bereits Ende Dezember fertiggestellt sein.

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Der Schöppenwinkel in Dölzig wartet auf seine Fertigstellung. Eigentlich sollten die Straßenbauarbeiten Ende 2013 beendet sein.

Quelle: Roland Heinrich

Dölzig. Jetzt sollen neue Planungen den weiteren Bauablauf regeln. Ende März wird nun mit der Fertigstellung gerechnet.

"Wir sind alle unzufrieden", bringt Dölzigs Ortsvorsteher Lothar Böttcher die Meinung des Ortschaftsrates zu den Bauarbeiten in der Straße Schöppenwinkel auf den Punkt. Aus dem Schkeuditzer Bauamt sei der Fertigstellungstermin der Straße zum 31. Dezember zwar immer mit der Betonung genannt worden, dass das Wetter mitspielen müsse. "Das hat ja aber gut mitgespielt", meinte der Ortschef. Bereits zur Dezember-Stadtratssitzung informierte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) allerdings, dass "eine Fertigstellung der Anlage bis zum Jahresabschluss witterungsbedingt nicht mehr erfolgen können" wird.

Auf Nachfrage erklärte es der Stadtsprecher Helge Fischer gestern anders: "Es sind Leitungen und Kabel gefunden worden, deren Existenz vorher nicht bekannt war." Dass hier die Pläne nicht stimmen, sei auch nicht verwunderlich, da schätzungsweise 100 Jahre nichts an der Straße gemacht wurde, bei dem in das Erdreich hätte eingedrungen werden müssen. Wie es im Schöppenwinkel weitergeht, konnte Fischer nicht genau sagen. Natürlich seien noch Borde zu setzen und ein Fußweg müsse gepflastert werden. Auch klar sei, dass noch Asphalt komme. Wann, legt aber der Bauablaufplan fest, der erst am kommenden Montag neu bestimmt werden soll, informierte Fischer. Bis dahin passiert scheinbar erst einmal nichts.

Frühzeitig hätten die Arbeiter der Firma LTS Lindner aus Kriechau sich zur Weihnachtszeit von der Baustelle verabschiedet, meinte Böttcher. Auch in diesem Jahr ist hier noch nicht viel passiert: "Ich habe noch niemanden gesehen." Allerdings habe sich zu der in diesem Jahr bisher verwaisten Baustelle gestern ein neuer Schotterhaufen hinzugesellt, sagte der Ortsvorsteher.

"Arbeiten mit Asphalt sind immer wetterabhängig", sagte Fischer zur jetzt geplanten Fertigstellung befragt. Beim Aufbringen der Asphaltschicht müssten Plus-Grade herrschen, sagte er und ließ ein Bauende offen. Aus den amtlichen Meldungen zu den Straßensperrungen jedoch geht hervor, dass der Schöppenwinkel noch bis zum 31. März abschnittsweise gesperrt sein soll. Das heißt, es wird zu jenem Datum von einem Bauende ausgegangen.

Dass im Schöppenwinkel überhaupt gebaut werden kann, ist einer unverhofften Förderung aus dem Programm Integrierte ländliche Entwicklung (Ile) zu verdanken. Unverhofft deshalb, da Dölzig außerhalb des primären Fördergebietes liegt. Noch freie Kapazitäten gab es 2012, weshalb die Stadt kurzerhand für den Straßenbau in Dölzig einen Antrag stellte. Auch wenn die Dölziger hauptsächlich die Straße Hasenheide ausgebaut haben wollten, sahen sie diese Notwendigkeit auch beim Schöppenwinkel. Im Mai vergangenen Jahres kam der Fördermittelbescheid über 155 000 Euro bei der Stadt an. Das entspricht einem 80-prozentigen Zuschuss .

Schon der Baubeginn an der Straße hatte sich verzögert. Nachdem die Kommunalen Wasserwerke Leipzig zuvor Trinkwasserleitungen verlegt hatten, konnte erst einen Monat später als geplant im Oktober 2013 begonnen werden. Nicht unkompliziert war auch die Verlegung der Entwässerungsleitung des Gauchelablaufs und des Regenwassersystems.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.01.2014
Roland Heinrich

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