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Schkeuditz In 120 Minuten um die Welt
Region Schkeuditz In 120 Minuten um die Welt
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19:03 20.07.2010
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Hayna

Schauspieler, Tänzer und Sänger des Haynaer Strandvereins, des Musik- und Theaterfördervereins Priester sowie der Neuen Krostitzer Chorgemeinschaft entführten die rund 200 Besucher am Sonntagnachmittag in die Welt der Klänge, der Bewegung und der Fantasie. In zwei Stunden wurde auf sieben Bühnen eine allseits bekannte Geschichte erzählt: London 1872. Der Brite Phileas Fogg begibt sich mit seinem Diener Passepartout nach einer Wette auf eine Weltreise. 80 Tage haben die beiden Männer Zeit, die verschiedenen Kontinente zu bereisen, und erleben auf ihrem Weg einige Abenteuer.

So retten sie zum Beispiel die schöne Prinzessin Aouda, werden von der Detektivin Filomena Fix und ihrem Gatten Frank-Rowen verfolgt oder beinahe von den Waisenkindern Ann und John bestohlen. Bei Passepartouts Zeilen „Ich liebe meinen Herren“ (gesungen von Dennis Schneider) oder dem Zugüberfall der Indianer konnten die Zuschauer vergessen, dass sie am Biedermeierstrand am Schladitzer See saßen. Statt dessen reisten sie mit ihren Bühnenhelden auf dem Schiff, saßen im Zug oder spazierten durch Bombay.

Die liebevoll und sehr detailliert gestalteten Bühnenbilder von Gaby Obst sowie zahlreiche prachtvolle Kostüme verhalfen zu dieser Träumerei. Das Stück bot alles, was sich Jung und Alt wünschte: Freundschaft, Liebe, Betrug, Sehnsucht, Hoffnung, eine Entführung, Witz, Charme und natürlich ein Happy End. Es wurde applaudiert, gepfiffen, gelacht und im Takt geklatscht.

Der heimliche Liebling der Männer war die zynische und dominante Detektivin Filomena, beeindruckend und überzeugend dargestellt von Kirsten Leitner. „Nicht, dass du auch so wirst“, ertönte eine männliche Stimme aus den Sitzreihen, den Blick auf die Frau hinter ihm gerichtet.

Es gab noch eine kleine Besonderheit an diesem Nachmittag: Der Regisseur des bunten Bühnenstücks, Christoph Zwiener, schlüpfte in die Rolle des Phileas Fogg. Nicht ganz freiwillig, aber mit viel Begeisterung identifizierte sich der 49-Jährige innerhalb von 24 Stunden mit der Rolle des Hauptdarstellers. Erst am Freitag zuvor hatte die Erstbesetzung Steffen Kürth aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen. „Aber wir wollten das Stück auf gar keinen Fall ausfallen lassen“, erzählte Zwiener und begann augenblicklich Text zu lernen und Mimik einzustudieren.

Aber alles hat ein Ende, so auch dieses farbenfrohe Musikspektakel. Nach 120 Minuten verabschiedeten sich die 50 Darsteller im Alter zwischen vier und 65 Jahren. Sie freuen sich alle schon auf die nächste Vorstellung diesen Sonntag und auf noch mehr Zuschauer. Los geht es wieder um 15.30 Uhr.

Karoline Maria Keybe

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