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Schkeuditz In Dölzig bleibt reichlich Unrat liegen
Region Schkeuditz In Dölzig bleibt reichlich Unrat liegen
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14:20 19.05.2015
Fremdmüll? - Hier wurde in Dölzig Unrat wie Bauschutt und Farbeimer abgeladen, was von der Sperrmüllsammlung nicht mit erfasst wird. Quelle: Michael Strohmeyer

An einigen Stellen verschandeln nun Hinterlassenschaften der Sammlung das Ortsbild. "Man kann da nur im Vorfeld und auch jetzt an die Vernunft der Bürger appellieren, nur das rauszustellen, was auch wirklich zur Sperrmüllsammlung gehört", sagte gestern Ortsvorsteher Lothar Böttcher (Freie Wählervereinigung Dölzig). So müssten auch Dinge, die nicht mitgenommen wurden, von den Bürgern eben wieder reingeholt und selbst entsorgt werden. "Jeder weiß doch, was geht und was nicht. Doch an einigen Stellen werden öffentliche Plätze als Sammelstelle von mehreren genutzt, und gerade dort holt kaum jemand wieder was rein", weiß der Ortsvorsteher aus den Erfahrungen der letzten Jahre.

Und so "zieren" nun wieder an verschiedenen Stellen Bauschutt, Farbeimer und Autoreifen den Ort. Viele Anwohner sind darüber nicht gerade begeistert und verweisen auf Vorfälle, dass nicht nur nachts, sondern auch tagsüber Nicht-Dölziger vorfahren und jeglichen Unrat entsorgen. Dass aber mal jemand dabei direkt beobachtet und angezeigt wurde, ist nicht bekannt. Ein Beispiel für diesen Fremdmüll soll der Haufen in der Äußeren Gundorfer Straße/Ecke Bugstädtel sein. Auch außerhalb des Ortes gebe es einige illegale Müllberge.

"Am Ende muss das der Landkreis Nordsachsen einsammeln und entsorgen lassen. Dafür zahlen wir dann alle. Generell halte ich die Sammlung, wie sie jetzt stattfindet, nicht für die ideale Lösung. Da gibt es in anderen Städten und Landkreisen andere Modelle, wie es laufen könnten", könnte sich Böttcher eine Veränderung des jetzigen Sammelsystems durchaus vorstellen. Zumal er auch ein weiteres Problem sieht: "Es gibt auch die Sammelplätze, wo die ausländischen Bürger die von ihnen eingesammelten Gegenstände sichten und sortieren. Auch dort bleibt einiges liegen, was dann nicht mitgenommen wird. In der Summe kommt uns das allen sicher teurer, als eine andere Lösung", glaubt Böttcher.

Mit der Kritik am jetzigen System ist der Ortsvorsteher nicht allein. Unter anderem hatte sich ähnlich auch schon Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) geäußert (die LVZ berichtete). Als Kreisrat hatte er bereits Änderungen angeregt. Doch noch will der Landkreis Nordsachsen am jetzigen System festhalten und zunächst die Auswertung eines noch laufenden Pilotprojektes in Delitzsch abwarten. Dort wurden für die Sperrmüllsammlung zentrale und eingezäunte Plätze eingerichtet, wo Bürger dann ihren Sperrmüll abgeben können.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.04.2014
mey/-art

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