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In Schkeuditz werden weitere Stolpersteine verlegt

Geschichtsprojekt erinnert an Sinti und Roma In Schkeuditz werden weitere Stolpersteine verlegt

Das Schkeuditzer Gymnasium und das Leipziger Erich-Zeigner-Haus setzen ihr Geschichtsprojekt fort. In diesem Jahr werden zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus weitere Stolpersteine in Schkeuditz verlegt. Diesmal geht es um Opfer aus der Gruppe der Sinti und Roma.

Vor der Albanuskirche am Topfmarkt in Schkeuditz sollen Ende Mai die Stolpersteine verlegt werden.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Durchaus aufwendig seien die Recherchearbeiten im Geschichtsprojekt des Gymnasiums Schkeuditz gewesen, betonten Calista Lindner und Felix Lindner, die beide in eine 10. Klasse der Schule gehen. Vor dem Verwaltungsausschuss berichteten die beiden am Montagabend zu weiteren Stolpersteinen, die Ende Mai in Schkeuditz verlegt werden sollen. Den Aufwand kann zumindest Felix Lindner wohl beurteilen. Er war schon im vergangenen Jahr beim Rechercheprojekt zu den ersten vier Stolpersteinen in der Flughafenstadt dabei. Damals galt es, zum ermordeten Kurt Beyer und zur jüdischen Familie Goldberger Fakten zusammenzutragen (die LVZ berichtete).

Neue Erkenntnisse brachte die Fortführung des Projektes jetzt gleich mehrfach. So wurde im Zuge der Arbeit, die inhaltlich vom Stadtmuseum Schkeuditz unterstützt und vom Erich-Zeigner-Haus-Verein Leipzig begleitet wurde, herausgefunden, dass zur von den Nazis verfolgten Hulda Laubinger noch mehrere Kinder gehörten. Weil der Name Laubinger aber bei den Sinti ein recht häufiger Name war, hätte sich die Recherche als schwierig erwiesen.

Am 29. Mai wird mit der Verlegung der Stolpersteine an fünf Nazi-Opfer aus der Familie erinnert: Neben Hulda Laubinger und deren zweiten Ehemann Maximilian sollen auch die ermordeten Kinder Josef, Karl und Hildegard Steinbach einen Stolperstein erhalten. Die Tochter Wanda Steinbach, die zunächst auch zu den Opfern gezählt wurde, hatte nach letzten Rechercheergebnissen überlebt. Um 11.30 Uhr sollen Ende Mai die Gedenksteine vor der St. Albanuskirche am Topfmarkt vom Künstler Gunter Demnig verlegt werden. Dieser Ort ist ungewöhnlich, da es natürlich nicht – wie bei sonstigen Stolpersteinverlegungen üblich – der letzte frei gewählte Wohnort der NS-Opfer ist. Allerdings ließ sich der Sinti-Familie auch kein anderer Wohnort zuordnen.

Da es am 12. September 1873, als Hulda Laubinger geboren wurde, noch keine Standesämter gab und der Ort der Eintragung in das Kirchenbuch nicht gesichert ist, haben sich die Projektbeteiligten, die Stadt und der Pfarrer Axel Meißner darauf verständigt, die Stolpersteine an der St. Albanuskirche verlegen zu lassen. Dort war nachweislich Hulda Laubinger getauft worden. Übrigens: Obwohl es sich am Topfmarkt auch 1873 um eine evangelische Kirche handelte, wurde Hulda Laubinger dort katholisch getauft.

Von Roland Heinrich

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