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Schkeuditz In Schkeuditzer Mühlstraße werden Fundamente unterfüttert
Region Schkeuditz In Schkeuditzer Mühlstraße werden Fundamente unterfüttert
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15:00 29.06.2016
Das Spezialgerät, das Bauleiter Sebastian Otto zeigt, darf seit gestern in der Mühlstraße bohren. Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Dass in der Mühlstraße in Schkeuditz nicht nur die Leipziger Wasserwerke (LW) zu Gange sind, ist seit Anfang Juni in Höhe der Hausnummer 28 zu sehen. Dort ist im Auftrag der Stadt die Firma Spezialbau und Sanierung (Spesa) aus München im Einsatz und soll jetzt mit einem Anfang der Woche eingetroffenen Spezialgerät für Festigkeit im Untergrund des angrenzenden Gebäudes sorgen.

„Wir bohren zwei bis drei Meter in die Tiefe“, sagte Bauleiter Sebastian Otto. am Dienstag hat die Stadt dafür die Bohrfreigabe erteilt. In die entstehenden Bohrlöcher werde dann mit 100 bis 200 Bar ein Zement-Wassergemisch eingespritzt. Langsam wird das Gestänge dabei wieder herausgezogen, sodass am Ende eine Betonsäule im Untergrund verbleibt, erklärte der Bauleiter das Prinzip. „Das ganze passiert 87 Mal“, sagte er.

Nötig wird dieses Verfahren, weil das betreffende Grundstück bisher von einer einst als Fußweg dienenden Rampe gehalten beziehungsweise zusätzlich gestützt wurde. Diese Rampe soll jetzt, wie berichtet, komplett entfernt werden. Ein Großteil dieser Rampe ist bereits verschwunden, komplett entfernt ist sie aus Stabilitätsgründen aber noch nicht. „Hinzu kommt, dass die Straße inklusive des Unterbaus neu gebaut werden soll. Dadurch verschwindet noch mehr stützendes Material, weil dafür natürlich in die Tiefe gegangen werden muss“, erklärte Otto. Wie es im Untergrund aber aussehe, wisse keiner. Deshalb sei die Entscheidung der Unterfütterung getroffen worden.

Dass Schkeuditz somit nun einen ersten Pfahlbau bekommt, trifft nicht ganz zu, meinte Otto. „Die einzelnen Betonsäulen bilden am Ende eine geschlossene Wand“, wusste der Bauleiter. Zuerst werde zwar in größeren Abständen gebohrt und verfüllt, sodass man von Säulen sprechen könnte. Nach Aushärtung des Betons der ersten Säule aber werde unmittelbar daneben ein zweites Bohrloch gesetzt und erneut verfüllt. Das geschehe so lange, bis eine geschlossene Wand entstanden sei. In der Mühlstraße entstehe sogar eine Doppelwand, weil in zwei Reihen gebohrt werde.

„Ich denke, wir werden Ende August fertig sein“, sagte Otto. Komplikationen könne es immer geben. Außerdem sei Ferienzeit, in der der eine oder andere Mitarbeiter im Urlaub sei. Die Firma suche für ihre Döbelner Niederlassung durchaus Mitarbeiter.

Von Roland Heinrich

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