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Schkeuditz Initiatoren bezeichnen ihr Bürgerbüro als Erfolg
Region Schkeuditz Initiatoren bezeichnen ihr Bürgerbüro als Erfolg
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08:00 17.12.2009
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Schkeuditz

Ihr Fazit: Das Büro war ein Erfolg und sei zugleich ein Fingerzeig für die Arbeit des künftigen Rathaus-Bürgerbüros. Fluglärm, Ordnung und Sauberkeit, Probleme mit dem Straßenverkehr, Kinderbetreuung durch Tagesmuttis – das waren die meisten genannten Themen, zu denen sich Bürger in dem für sie eingerichteten Büro äußerten. Allein in den ersten vier Monaten waren über 300 Schkeuditzer gekommen, um ihr Herz auszuschütten, Anregungen zu geben oder Fragen zu stellen. „Überrascht hatte uns, dass man gar nicht so sehr Lösungen für alle Probleme erwartete, sondern vielmehr wissen wollte, wer die richtigen Ansprechpartner sind“, sagte diese Woche Ralf Giesecke. „Wir wollten Vermittlungsstelle sein zwischen Bürger und Verwaltung, natürlich ohne offizielle Aufgaben der Stadt zu übernehmen“, erläuterte der 51-jährige Geschäftsmann weiter. Und das Ziel habe man erreicht. Es sei sichtbar geworden, wie dringend so ein Büro für mehr Bürgernähe und Hilfestellung notwendig sei. „Wir haben gezeigt, was geht, jetzt ist die Verwaltung mit ihrem künftigen Bürgerbüro dran“, so Giesecke. Wobei er klar für „Bürgerbüro“ als Bezeichnung des geplanten neuen Rathauses plädiert: „Der Begriff ,Bürgeramt‘ steht doch für das Amt, das von einem Bürger ausgeübt wird. Das sagt doch schon die Logik der Sprache.“ Anfangs hatte sein Büro Abgeordneten aller Parteien offen gestanden, gleichfalls Sprechzeiten abzuhalten und Bürgerfragen entgegen zu nehmen. So wie CDU-Mann Putzke, der unentgeltlich knapp 380 Stunden den Bürgern zur Verfügung stand und auch die Statistik bis Juni führte. Genutzt wurde das Angebot von anderen Parteien oder Vereinigungen nicht, zu groß wohl die Skepsis, in einem „CDU-Bürgerbüro“ selbst tätig zu werden. Für Besucherzuspruch sorgten auch Ausstellungen und thematische Gespräche mit Politikern. Ein richtiges CDU-Büro wurde das Quartier dann für jeden sichtbar spätestens im Landtags- und Bundestagswahlkampf, als hier Landtagskandidat Rolf Seidel und Bundestagskandidat Manfred Kolbe ihre Veranstaltungen ausrichteten und Sprechstunden abhielten. „Das war auch so beabsichtigt. Und dann wollten wir auch keine anderen Parteien, die bei unseren Veranstaltungen ihre Flyer verteilen“, gibt Giesecke zu. Auch dass das Büro nach der Wahl geschlossen wurde, war geplant: „Mein Budget dafür war verbraucht. Finanzielle Unterstützung von außen hatte ich nicht.“ Doch unabhängig vom Parteibuch, habe man erreicht, was man wollte. „Das Klima auch im Rathaus gegenüber den Bürgern hat sich geändert. Die Freundlichkeit hat zugenommen, man geht mehr auf die Leute zu“, weiß Giesecke. Und: „Die Leute wollen ernst genommen werden, nur so kann man der Politikverdrossenheit entgegenwirken. Die katastrophale Beteiligung zur Kreistagswahl war ja unsere Motivation, das Büro zu öffnen und das Gespräch mit den Bürgern zu suchen. Wir müssen alle zusammen den Bürgern wieder Vertrauen in die Politik schenken.“

Olaf Barth

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