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Schkeuditz Investor soll am Haynaer Strand Parkplatz bauen
Region Schkeuditz Investor soll am Haynaer Strand Parkplatz bauen
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00:17 08.02.2017
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Schkeuditz

Jetzt soll es ein Investor richten: Nachdem der Schkeuditzer Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) Ende vergangenen Jahres verkündete, dass die Stadt den Bau eines Parkplatzes an der neuen Südumfahrung des Schladitzer Sees nicht kofinanzieren möchte, präsentierte er jetzt einen Vorschlag, welcher trotzdem zu den dringend benötigten Parkflächen führen soll. Danach soll nach einem Investor gesucht werden, der sich städtische Flächen am Gewässer per Erbpachtvertrag sichert – ein Verkauf ist nicht gewollt –, auch Bauvorhaben realisieren kann und im Gegenzug für die Errichtung des Parkplatzes sorgt. Der Haynaer Strandverein, der dann Nachbar dieses Investors wäre, hat den Vorschlag begrüßt und auch konstruktiv an dessen Erarbeitung mitgewirkt, meinte Linken-Stadtrat Reiner Ehnert.

Doch wenn dieser Investor nicht schon in den Startlöchern sitzt – gegenüber der LVZ und auf Nachfrage von CDU-Stadträtin Sabine Winkler hatte Enke die Existenz eines konkreten Interessenten verneint –, dann wird die Zeit knapp. Für den Parkplatzbau mit einer geplanten Busschleife, für neue Wege, die zum Strand führen sollen, also für die weitere Erschließung des Strandes steht nämlich eine Förderung in nicht unerheblicher Höhe in Aussicht. Rund 1,5 Millionen würden laut Seekoordinator Eckhard Müller als sogenannte Paragraf-4-Mittel nur noch in diesem Jahr bereitliegen. „Dieses Geld ist aber nicht gebunden“, betonte Müller. Das hieße, dass mit der Förderung auch an einem anderen See ein anderes Projekt umgesetzt werden könne. Ein nächstes Treffen, bei dem auch die Wirtschaftsamtsleiterin im Landratsamt, Uta Schladitz, und Müller zugegen sein werden, findet im April statt, teilte der Seekoordinator mit. Der CDU-Stadtrat Wolfgang Händler, der seit dem 18. Januar auch neuer Fraktionsvorsitzender ist, hatte zuvor gefragt, wie schnell eine untermauerte Willensbekundung der Stadt notwendig wäre, um das Parkplatzprojekt zu sichern. „Eine Garantie gibt es nicht. Die Möglichkeit, dass uns andere zuvorkommen, ist da. Natürlich würden die Chancen steigen, wenn ich so schnell wie möglich eine konkrete Willensbekundung präsentieren kann“, sagte Müller. Daraufhin regte Händler an, den Eigenanteil der Stadt für das Parkplatzprojekt in den Haushalt mit aufzunehmen und, wenn ein Investor gefunden ist, wieder zurückzuholen. Die Diskussion zum Haushalt fand am Donnerstagabend in nichtöffentlicher Sitzung statt.

„Wir haben den Vorschlag des Oberbürgermeisters zunächst im Vorstand beraten. Damit das Projekt vorangeht, haben wir uns kompromissbereit gezeigt und zugestimmt“, sagte CDU-Stadtrat Philipp Sawatzke, der auch Vorsitzender des Haynaer Strandvereins ist. Die Zustimmung sei aber vorbehaltlich der Absegnung durch die Vereinsmitglieder gegeben und auch so formuliert worden. Eine Versammlung, bei der der neue Vorschlag auch auf der Tagesordnung steht, findet noch im Februar statt, sagte Sawatzke.

Einen Beschluss der Stadträte dazu, dass Schkeuditz jetzt auf Investorensuche gehen kann, hatte es am Donnerstag aber nicht gegeben. „Ich gehe davon aus, dass die Vorlage zur Märzsitzung kommt“, sagte SPD-Fraktionschef Jens Kabisch. Er sieht einen Investor in unmittelbarer Nachbarschaft zum Biedermeierstrand durchaus auch skeptisch und befürchtet mögliche Interessenkonflikte.

Sowohl Linken-Stadtrat Ehnert, als auch Oliver Gossel (Grüne) wiesen darauf hin, dass der Parkplatz nicht explizit für den Biedermeierstrand, sondern zur Entlastung Haynas gedacht sei.

Von Roland Heinrich

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