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Schkeuditz Jahresjournal mit sozialen Themen erscheint zum zehnten Mal
Region Schkeuditz Jahresjournal mit sozialen Themen erscheint zum zehnten Mal
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14:53 29.08.2018
„Wörter im Wind“ ist zum zehnten Mal erschienen. Herausgeber Mario Kulisch hält am Themenmix und am Journal in Printform fest. Quelle: Foto: Roland Heinrich
Schkeuditz

Nach wie vor einmalig in Sachsen: das Jahresjournal „Wörter im Wind“. Die Wohn- und Lebensgemeinschaft für Menschen mit Behinderung im Schkeuditzer Ziegeleiweg gibt sie heraus. In diesem Jahr ist die inzwischen zehnte Ausgabe erschienen, die sich wieder mit Themen aus der Behindertenhilfe, der Sozialpsychiatrie und zur Sexualität befasst.

Diese Schwerpunkte in einer Zeitschrift zu kombinieren, sei das Besondere auch beim zehntene Heft, sagte Herausgeber Mario Kulisch, der Leiter der Wohn- und Lebensgemeinschaft der Volkssolidarität ist. „In ganz Ostdeutschland gibt es keine mir bekannte ähnliche Publikation“, erzählte er. Die Eckdaten seien seit 2009, als die erste Ausgabe des Jahresjournals erschien, gleich geblieben: 3000 Exemplare werden gedruckt und in Ausbildungseinrichtungen, Hochschulen oder Universitäten der Umgebung verteilt. „Wir haben auch in der Schkeuditzer Stadtbibliothek Ausgaben liegen“, erwähnte Kulisch. Auch das 28-seitige neue Journal sei kostenlos.

Gewohnt kritisch setzt sich das Journal in der neuen Ausgabe zum Beispiel mit dem Bundesteilhabegesetz umfänglich auseinander. Der Zusammenhang von psychischer Behinderung und Armut werde auch im neuen Gesetz vernachlässig, meint Autor Markus Kellmann. Der Sozialpädagoge aus Viersen bemängelt zudem, dass die Schwere einer psychischen Behinderung gegenüber einer psychischen Erkrankung verharmlost werde. Das lasse den Teilhabe- und Inklusionswillen zumindest fragwürdig erscheinen. Aber auch zur Geschichte der Altscherbitzer Ziegelei oder zum „Sportclub am Elstertal“ findet der Leser im neuen Heft Artikel.

Dass es nach dem zehnten Heft auch weitere Ausgaben des Journals geben soll, ist zum einen wohl auch den Berufen des Herausgebers geschuldet: „Ich könnte die Zeitschrift selber setzen, selber drucken und auch binden“, meinte Kulisch lächelnd. So erklärt sich wohl auch, weshalb es weiterhin ein geducktes Journal und keine E-Paper-Variante geben wird. „Außerdem wird das Journal von unseren Bewohnern selbst ausgeliefert. Diese Erlebnisse würde ich ihnen mit einer Online-Ausgabe nehmen. Das will ich nicht“, sagte der Wohnstätten-Leiter.

Zum anderen soll es das Journal wegen seiner besonderen Themenfelder und der entsprechenden Reaktionen darauf weiterhin geben. „Ich bekomme sehr schön geschriebene, lobende Briefe. Das stachelt natürlich an“, meinte Kulisch. Ob Artikel von Profis, ob Beiträge von Angehörigen oder von Betroffen – es seien alles Berichte, die nicht einem bestimmten Marketingziel unterworfen sind.

Die Themenauswahl scheine zu gelingen, da inzwischen aus ganz Deutschland nach dem Journal gefragt wird. „Die Ausgaben zwei und vier sind inzwischen vergriffen. Bei Nummer sechs wird es langsam knapp“, so Kulisch. Über die Wohn- und Lebensgemeinschaft könnten die Ausgaben wie auch das neue Journal gegen das Porto unter 034204 702700 oder per E-Mail an sekretariat@volkssolidarität-altscherbitz.de bestellt werden.

Von Roland Heinrich

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