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Schkeuditz Jugendliche Brandbekämpfer sind einen ganzen Tag im Einsatz
Region Schkeuditz Jugendliche Brandbekämpfer sind einen ganzen Tag im Einsatz
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14:00 19.05.2015
Der 15-jährige Gruppenführer Niclas Boldsen wertet die Tagesübung vor seinen angetretenen Kameraden aus und erklärt, was sie zum Beispiel bei der Übung Fahrzeugbrand künftig noch verbessert werden kann. Gleichzeitig lobt der junge Brandbekämpfer alle für ihren Einsatz und die vielen guten Leistungen. Quelle: Michael Strohmeyer

Sie alle waren angespannt und voller Erwartung. Es war noch früher Morgen, als nach einem kräftigten Frühstück in der Feuerwache für die 24 jungen Kameraden und den fünf Rettungskräften in gemischten Gruppen die erste Ausbildungseinheit begann.

Ausbilder erläuterten nun die Technik an den Einsatzfahrzeugen und legten fest, wer im Wassertrupp oder Angriffstrupp zum Einsatz kommt. Dann ging es auch um den Atemschutz. "Ein ganz wichtiges Thema, denn wer brennende Objekte oder Fahrzeuge löschen will, muss dies mit der richtigen Ausrüstung tun und dafür auch die gesundheitlichen Voraussetzungen mitbringen", erklärte Ausbilder Jens Weber. Dann ließ er das Aufsetzen der Atemschutzmasken üben. Auch die Wärmebildkamera kam zum Einsatz, denn mit ihr lassen sich nach einem Löscheinsatz noch Glutnester finden.

Eine der Stationen war auch der Umgang mit unterschiedlichen Handfeuerlöschern. Ausbilderin Julia Reiser schilderte die Wirkungsweisen der Löscher, wie sie zu handhaben und bei welcher Brandart sie einzusetzen sind. Dass Feuerwehrleute für ihre Arbeit auch fit sein müssen, wurde deutlich, als die Kinder und Jugendlichen selbst Lockerungsübungen sowie Laufband- und Krafttraining zu absolvieren hatten. So manchem ging da die Puste aus, aber Kneifen gab es nicht und am Ende hielten alle das Training mit "Jule", wie die Ausbilderin genannt wird, durch.

Und dazwischen immer wieder Einsatzalarme, die ein schnelles Handeln erforderten. Über zwölf Einsätze hatten die Profis der Schkeuditzer Wehr ausgearbeitet und mit Firmen abgesprochen, um deren Gelände nutzen und die Übungen so realistisch wie möglich gestalten zu können: eine brennende Baumaschine und eine Ölspur in Freiroda, ein Garagenbrand, eine eingeschlossene Person im Fahrstuhl am Bahnhof oder immer wieder brennende Papierkörbe. All diese Einsätze wurde mit dem Rettungsdienst des Jugendrotkreuz Ortsverband Schkeuditz gemeinsam durch geführt.

Zufrieden zeigten sich auch die älteren Kameraden Gerald Pretzsch und Axel John, sie gaben freundschaftliche Hinweise und freuten sich auf die heranwachsende Jugend. John, selbst schon Jahrzehnte bei der Wehr, sagte: "Man braucht keine Bedenken haben, die Mädchen und Jungen werden uns in Zukunft eine gute Hilfe sein." Während der Übung meldete sich auch einmal die Leitstelle Delitzsch mit einem Auffahrunfall auf der A 14. Jetzt sahen die jungen Nachwuchsfeuerwehrleute wie schnell ihre Kameraden sind und was es heißt, innerhalb kurzer Zeit einsatzbereit zu sein. Am späten Abend gab es nach einem lange Tag in der Radefelder Feuerwache für alle zum Abschied Gegrilltes.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.09.2014
Michael Strohmeyer

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