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Schkeuditz Junge Franzosen erkunden in Schkeuditz Sachsens Ausbildungswelt
Region Schkeuditz Junge Franzosen erkunden in Schkeuditz Sachsens Ausbildungswelt
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13:59 19.05.2015
Stolz präsentieren die beiden Auszubildenden Alexander Schulze (Mitte) und Alexis Fleury (rechts) dem Produktionsleiter Pierre Winkler (links) die gemeinsam verkabelte Zaspelanlage. Quelle: Ulrike Bons

Er ist einer von acht angehenden Mechatronikern, die im Rahmen eines Austausch-Projektes für Auszubildende aktiv am Ausbau der deutsch-französischen Freundschaft arbeiten.

Für drei Wochen war Alexander Gastgeber und Kollege für den jungen Franzosen Alexis Fleury (18), Industriemechaniker im zweiten Ausbildungsjahr. Zum 13. Mal findet der Lehrlingsaustausch unter dem Dach der zentralen Ausbildungswerkstätten des Zentrums für Aus- und Weiterbildung Leipzig GmbH (ZAW) in Schkeuditz statt. Drei Wochen lebten und arbeiteten acht junge Franzosen aus Angers nahe Tour in Leipzig und Umgebung. Ende April 2015 erfolgt der Gegenbesuch. Das Deutsch-Französische Sekretariat in Saarbrücken finanziert das Projekt.

Federführend organisiert wird das Projekt in Schkeuditz vom Fachbereichsleiter Metall Jürgen Rost. "Die erste Woche war ganz schön turbulent", so der Ausbilder, "aber dann lief alles prima. Und ganz wichtig: die Chemie hat gestimmt." Er hatte dafür ein unterstützendes Programm zusammengestellt: Morgens Metallbearbeitung und gemeinsam Zeichnungen lesen, nachmittags Leipzig erkunden oder Fußball spielen. Ziel ist die Erweiterung der interkulturellen Kompetenz und das Kennenlernen der jeweils anderen Arbeitswelt, so Rost. "Wir wollen eine praxisnahe moderne Ausbildung anbieten, die in eine globalisierte Arbeitswelt passt." In den beiden folgenden Wochen waren die Azubi-Tandems in den Ausbildungsbetrieben Kirow, Vietz Schweißtechnik und Bilfinger-HSG-Zander aktiv. Auch die Firmen Profiroll aus Bad Düben und Industriegummi Beesenstedt aus Sachsen-Anhalt unterstützten das Projekt.

Alexis Fleury begleitete Alexander Schulze in die Hallen der EBAWE Anlagentechnik GmbH in Eilenburg. In seiner Heimat lernt der junge Franzose in einem Atomkraftwerk. Die Arbeit in einem Industrieunternehmen, das für die Betonfertigteilebranche produziert, war neu und aufschlussreich. Für die Eilenburger war die Teilnahme mit gleich zwei Azubis eine Premiere. "Wir sind ein international aufgestelltes Unternehmen, beliefern außer Europa auch Asien, Indien und China", sagte Sprecherin Katja Smolinski. Produktionsleiter Pierre Winkler ergänzte: "Wir brauchen Monteure, die sich in anderen Ländern zurecht finden und Fremdsprachen beherrschen. Darum ermöglichen wir es unserem Auszubildenden gern, für drei Wochen in Frankreich zu arbeiten."

"Wir sind den beteiligten Firmen für die unkomplizierte Kooperation sehr dankbar", so ZAW-Ausbilder Rost. Übersetzungsprobleme haben Alexander und Alexis kaum noch. Sie freuen sich nun auf das Wiedersehen, dann unter dem Dach der Partnerwerkstatt "Les Compagnons du devoir" in Angers.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.11.2014
Ulrike Bons

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