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Käufersuche am alten Kulturhaus

Käufersuche am alten Kulturhaus

Seit zehn Jahren fristet das ehemalige Kulturhaus des Krankenhauses Altscherbitz ein trostloses Dasein. Ungenutzt verfällt es trotz mehrfacher Besitzerwechsel. Aktuell preist die Immobilienfirma BFD Domus Bau das Gebäude als lukrativen Wohnsitz an.

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Die Nachfrage von Käuferinteressenten am ehemaligen Altscherbitzer Kulturhaus ist äußerst gering. Jetzt will der Eigentümer Domus Bau offensiver auch im Internet werben. Hinter dem denkmalgeschützten Gebäude sollen zwei Wohnhäuser entstehen.

Quelle: Michael Strohmeyer

Schkeuditz. Vom Vorhaben, insgesamt acht Eigentumswohnungen im Loft-Stil zu errichten, ist der jetzige Besitzer aber wieder abgerückt.

Es ist als edel zu bezeichnen, was sich das Leipziger Architekten- und Ingenieur-Büro Grundmann und Partner zum ehemaligen Kulturhaus Altscherbitz hat einfallen lassen. Auf Computeranimationen sind zweietagige Lofts zu sehen, die vor allem durch die beide Etagen erhellenden großen Rundbogenfenster des einstigen Saales wirken. Doch diese Vorstellungen, die bereits vor etwa zwei Jahren im Auftrag vom Eigentümer Domus Bau entstanden, sind nicht mehr aktuell. Zum einen, weil der Eigentümer mit der schlauchartigen Aufteilung des Gebäudes nicht mitging. Zum anderen fehlt es an Interessenten. Ob ein Umbau zu jetzt vier bis sechs Eigentumswohnungen kommt, hängt von Käuferinteressen ab.

"Die Pläne sind nur Entwürfe", wies Tilo Kalisch von der Domus Bau zum aktuellen Vorhaben hin. Noch sei nicht alles in Sack und Tüten. Detail-Abstimmungen mit dem Denkmalamt müssten unter anderem noch erfolgen. Zum Erhalt der Fassade und der Fenster des 1885 errichteten Klinkerbaus sei man sich aber bereits einig geworden. "Am Liebsten wäre uns natürlich, auch, den Saal zu erhalten", sagte Kalisch. Doch der Bedarf sei nicht vorhanden. Auch wenn man sich mit dem Denkmalamt über den grundlegenden Erhalt einig ist, für das Einziehen von Wänden im Saal, das mit einer Umnutzung des Hauses zu Eigentumswohnungen einhergehen soll, bedarf es noch der Abstimmung.

Mit dem Jahr 2003 lief die Nutzung des ehemaligen Kulturhauses aus. Bis dahin hatte das Altscherbitzer Krankenhaus hier sämtliche Festtagsfeiern, Konzerte, Theateraufführungen und ähnliche Veranstaltungen durchgeführt. Bis zur Indienstnahme der Altscherbitzer Kirche, die im vergangenen Jahr 100 Jahre geworden war, fanden hier Gottesdienste statt. Noch 1997 wurde nach Vorgaben des Denkmalschutzes das Dach mit Schiefer neu gedeckt, die Kegelbahn im Inneren modernisiert, das Außengelände mit Stellplätzen neu gestaltet sowie das Parkett im Saal erneuert. Im Jahr 2000 wurde mit einer Rampe ein behindertengerechter Zugang zum Kulturhaus geschaffen. Trotz der Suche nach Ideen und Investoren musste sich das Krankenhaus vom Gebäude trennen.

"Bis am Kulturhaus etwas passiert, vergehen wohl noch zwei bis fünf Jahre", schätzt Uwe Reichenbach ein. Er ist mit der Vermarktung des Kulturhauses und zweier südlich des Gebäudes geplanter Häuser betraut. In den vergangenen etwa neun Monaten, in denen er an den Projekten arbeitet, hätten sich zwei Interessenten für das Kulturhaus gemeldet. Bei den beiden Häusern sei die Nachfrage ähnlich niedrig. "Dass das Interesse so gering ist, haben wohl auch wir unterschätzt", gab Reichenbach zu. Auch mit Blick auf im Krankenhaus arbeitende Ärzte war man von größerem Zuspruch ausgegangen. Dabei sei Schkeuditz besser, als sein Ruf. Und landschaftlich reizvoll sei das Areal ohnehin. "Wir sind kurz davor, auch im Internet die Objekte zu bewerben", verkündete Reichenbach. Sollte das Modell Eigentumswohnung nicht funktionieren, wolle man unsaniert verkaufen.

Infos: immcon-projekt@gmx.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.01.2014
Roland Heinrich

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