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„Kaffee – Treibstoff des Spediteurs“

„Kaffee – Treibstoff des Spediteurs“

Nach nur sechswöchiger Vorbereitung hat jetzt im Glesiener Airport Gewerbepark ein Dienstleister der Transport- und Logistikbranche den Betrieb aufgenommen. Die WWL Spedition AG mit Stammsitz in Berlin und Niederlassungen in Eberswalde, Hamburg und Dresden wird nun auch bei Leipzig seine Dienste anbieten.

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Arndt Rotzen (links) und Volker Stolzenhain haben sich im Glesiener Airport Gewerbepark als Dienstleister in der Transport- und Logistikbranche niedergelassen.

Quelle: Roland Heinrich

Glesien. Zwei Büroräume sind angemietet und rund 1000 Quadratmeter Lagerfläche stehen zur Verfügung; Computer, Telefone und auch die Kaffeemaschine sind in Betrieb.

„Kaffee ist der Treibstoff des Spediteurs“, sagte Niederlassungsleiter Arndt Rotzen scherzhaft und sprach dann von seinen Plänen: „Jetzt geht es erst einmal um Kundengewinnung und Kundenbindung. In drei bis vier Monaten wollen wir dann einen weiteren kaufmännischen Mitarbeiter einstellen“, führte er aus. Für 2012 soll es einen Ausbildungsplatz zur Kauffrau respektive zum Kaufmann für Spedition und Lagerlogistik geben.

Das junge Unternehmen hat sich 1994 als GmbH in Berlin gegründet. Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft erfolgte im Jahr 2002, berichtete der Niederlassungsleiter. „In unserem Berliner Stammhaus haben wir 12 000 Quadratmeter Lagerfläche und zusätzlich ein Zolllager“, sagte Rotzen. Für letzteres seien entsprechende Zulassungen notwendig, die nicht jeder erhalte. Ebenfalls nicht jeder könne nach DIN 12642 „Code XL“ zertifizierte Auflieger bieten. „Diese Norm betrifft den Aufbau der Planen-Anhänger und schreibt Vorkehrungen zur Ladungssicherheit vor“, erklärte Rotzen.

Vornehmlich betreibe die WWL Dienstleistungen als Spediteur in der Kontraktlogistik. „Das heißt, Frachtführer sind exklusiv in unserem Auftrag unterwegs und wir disponieren tagtäglich und europaweit die Routen mit unseren Aufliegern“, erklärte Rotzen. Ein sehr moderner Fuhrpark sei dabei mit Fahrzeugen, die per Telematik und GPS geortet werden könnten, unterwegs. Der Frachtführer, der als Auftragnehmer die Zugmaschine stelle, werde dann von der WWL bezahlt, bei der die wirtschaftliche Verantwortung bleibe. „Das ist ein hartes Geschäft. 60 Prozent der Fahrzeugkosten teilen sich hälftig in Fahrer- und Dieselkosten auf. Hinzu kommen Steuern und Abgaben. Wir legen aber großen Wert auf schnelle Bezahlung. Innerhalb von sieben Tagen hat der Unternehmer sein Geld“, betonte Rotzen.

„Für Glesien haben wir uns bewusst entschieden“, unterstreicht der 40-jährige Niederlassungsleiter. Schon die geografisch zentrale Lage allein sei vorteilhaft. Zudem spielten natürlich der Flughafen, DHL oder Porsche und BMW direkt vor der Haustür und die Unternehmen der Chemie- und Solarbranche in der näheren Umgebung eine Rolle. „Die Wirtschaftsregion Halle, Leipzig, Dessau und Magdeburg ist eine boomende Region und nur einen Steinwurf weit entfernt. Mit dem LKW ist das alles sehr gut zu erreichen“, betont der gebürtige Nordrhein-Westphale und heutige Bitterfelder.

„Wir streben eine Lagerfläche von 3000 bis 4000 Quadratmetern an. Dabei sind wir sehr investitionsfreudig. Unsere Maxime ist, langfristig lieber zu erwerben, als zu mieten. Doch zunächst müssen erst mal Kunden gefunden werden“, blickte der Niederlassungsleiter schon mal voraus. Gemeinsam mit Volker Stolzenhain als dem zweiten Mann vor Ort sehe er spannenden Zeiten entgegen.

@www.wwlsped.com

Roland Heinrich

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