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Schkeuditz Katholische Kita ist jetzt evangelisch
Region Schkeuditz Katholische Kita ist jetzt evangelisch
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14:01 19.05.2015

Damit fand der Trägerwechsel ein Jahr später statt, als eigentlich vorgesehen.

Bereits im Januar 2013 hatte die Katholische Kirchgemeinde einen Antrag auf Trägerwechsel gestellt. Schon vor dem Antrag bei der Stadt hatte sich die Katholische Gemeinde um einen Nachfolger bemüht, der das bisherige christliche Konzept fortführt. Der schien im evangelischen Diakonischen Werk auch gefunden worden zu sein. Nach ersten Gesprächen mit der Stadt im Februar 2012 gab es von den jeweiligen Kirchenvorständen im Mai bereits grünes Licht für den Trägerwechsel. Im Juli vor zwei Jahren dann stimmten die Stadträte einem Trägerwechsel zum Jahresbeginn 2014 einstimmig zu (die LVZ berichtete).

Diese Zustimmung aber war an einen noch abzuschließenden Vertrag zwischen dem neuen Träger und der Stadt gekoppelt. Darin sollte auch geregelt werden, wer den Mietanteil für die Einrichtung in Höhe von 7000 Euro im Jahr künftig zu tragen hat. Eine Finanzierung durch die Kirchengemeinde war wegen einer geänderten Verteilung der Kirchensteuer nicht mehr möglich. Und auch der zukünftige Träger, also die Diakonie, könne diesen Anteil nicht übernehmen, hieß es in der damaligen Beschlussvorlage. "Der Vertrag ist abgeschlossen worden", informierte Stadtsprecher Helge Fischer gestern. "Er beinhaltet neben dem Mietanteil verschiedene Kostenpakete, deren Aufteilung geregelt ist. Der Vertrag ist aber nichtöffentlich", fügte Fischer hinzu und meinte damit, dass es zum Inhalt keine weiteren Informationen gebe.

"Wir hatten uns eine Übernahme der Einrichtung wesentlich früher vorgestellt", sagte Thomas Rauer, Geschäftsführer der Diakonie Delitzsch/Eilenburg, gestern gegenüber der LVZ. Immerhin habe man schon vor zwei Jahren über den Trägerwechsel gesprochen. "Dass das nicht geklappt hat, hat aber wesentlich mit den Umbaumaßnahmen zu tun, die dankenswerter Weise noch vom vorherigen Träger durchgeführt wurden", erklärte Rauer. Erst im Mai letzten Jahres dann sei jenes Umbauvorhaben vom Landesjugendamt abgesegnet worden. Wie berichtet, sollte der Umbau eigentlich schon im Jahr 2013 beendet werden.

Durch die Baumaßnahme stehe die Einrichtung, die es seit 1994 am Schkeuditzer Rossberg gibt, nun aber richtig gut da: "Bisher war es nur möglich, Kinder ab zwei Jahren in der Einrichtung abzugeben. Jetzt gibt es die neue Krippengruppe für schon zwölfmonatige Kinder", sagte Rauer. 16 dieser Krippenplätze und 38 Kindergartenplätze gebe es. Auch bei den Freiflächen hat sich etwas getan. Deren Umgestaltung hat im Herbst stattgefunden, berichtete Rauer. Personell hat es bereits im letzten Jahr und soll es noch dieses Jahr eine Aufstockung geben.

Auf den Vertrag mit der Stadt angesprochen, holte Rauer zunächst tief Luft. "Da ist einiges nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Bei der Betreuung und der Bildung unserer Kinder sollte man nicht an jedem Pfennig sparen", sagte er, ohne konkret zu werden. In dem Zusammenhang sei auch der Termin der Übernahme am 1. Januar dieses Jahres wacklig gewesen. "Ich habe den unterschriebene Vertrag erst am 23. Dezember letzten Jahres bekommen. Für Planungen ist das denkbar ungünstig", äußerte er.

Mit insgesamt zehn Einrichtungen sei die Diakonie momentan gut aufgestellt. Konkrete Pläne für Erweiterungen oder einen Neubau gebe es nicht. "Wir stehen aber für Gespräche zur Verfügung, falls ein Träger mit christlichem Konzept gesucht werden sollte", wies der Geschäftsführer hin.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.01.2015
Roland Heinrich

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