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Schkeuditz Kaum Neues beim Fluglärm - Viele Themen in den November verschoben
Region Schkeuditz Kaum Neues beim Fluglärm - Viele Themen in den November verschoben
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17:30 19.05.2015
Auch die ursprünglich für dieses Frühjahr angekündigte Veränderung des Winkels bei der Landung kommt später. Quelle: Olaf Barth

So gab die unter anderem für die Anordnung und Organisation der Flugrouten zuständige Deutsche Flugsicherung (DFS) einen Zwischenbericht zum Antrag der Stadt Halle, der die Modifizierung der Abflüge nach Norden bei einem Start gen Westen zum Ziel hat. "Die DFS stellte vier mögliche Alternativen zur Diskussion", erklärte der Kommissionsvorsitzende Manfred Heumos auf LVZ-Anfrage. Für eine abschließende Empfehlung solle nun noch eine detaillierte Betrachtung zur Betroffenheit von im Einzugsbereich der jeweiligen Route lebenden Anwohner einfließen. Ziel des nicht öffentlich tagenden Gremiums sei es, in der nächsten Sitzung dazu eine Empfehlung auszusprechen. Diese findet für gewöhnlich im November statt.

Verzögert hat sich ebenso die eigentlich für dieses Frühjahr angekündigte Umsetzung des veränderten (steileren) Sinkwinkels für Flugzeuge bei der Landung, was weniger Lärm für die Anrainer bedeuten würde. Die DFS soll laut LVZ-Informationen "Ressourcenengpässe sowie noch notwendige Prüfungen durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung" als Grund angegeben haben.

"Der Flughafen", so berichtete Heumos, "informierte über den Arbeitsstand zu einem geänderten Bahnnutzungskonzept." Dabei würden Alternativen in beiden Start- und Landungrichtungen, verglichen. "Die Ergebnisse werden auf der Herbstsitzung vorgestellt", sagte der einstige Schkeuditzer Vize-Bürgermeister. In das Papier solle eine separate Risikoanalyse für alle Änderungen einfließen.

"Zum Vorschlag der Stadt Leipzig zur zeitlich versetzten Nutzung der Bahnen konnte die Kommission aufgrund der unterschiedlichen Betroffenheiten keinen Konsens finden", sagte Heumos. Will heißen, Leipzigs Forderung, beispielsweise eine Woche nur die Süd-, die folgenden sieben Tage ausschließlich die Nordbahn zu nutzen, fand keine Mehrheit. Den Grund erläutert ein Insider: "Dieses Modell würde zwar den Lärm für Betroffene zumindest zeitweise mindern, insgesamt aber die Anzahl der Betroffenen erhöhen." Deshalb also keine Einigung.

Den Antrag der Gemeinde Schkopau, die kurze Südabkurvung in Startrichtung West zu modifizieren, wurde laut Kommissionschef hingegen befürwortet und zur weiteren Bearbeitung an die DFS weitergegeben. Auf die Entscheidung, ob letztlich etwas geändert wird, hat die FLK allerdings keinerlei Einfluss, sie hat wie bei fast allen anderen Themen nur beratenden Charakter.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.03.2013

Pelzl, Martin

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