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Schkeuditz Keine Schenkung ohne Antrag - Schkeuditzer möchte auf dem Markt eine Sonnenuhr aufstellen
Region Schkeuditz Keine Schenkung ohne Antrag - Schkeuditzer möchte auf dem Markt eine Sonnenuhr aufstellen
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17:30 19.05.2015
Diese Sonnenuhr soll der Stadt geschenkt und auf dem Marktplatz aufgestellt werden. Quelle: Roland Heinrich

Doch so einfach geht es nicht, zunächst müssen bürokratische Hürden genommen werden.

Im September 2011 berichtete die LVZ erstmals vom Vorhaben der Sächsischen Uhrenfreunde des Schkeuditzer Uhrenmuseums, der Stadt eine Sonnenuhr schenken zu wollen. Eine Aufstellung der Uhr, die erst einmal nur als Idee existierte, hatten sich die Beteiligten damals auf dem Marktplatz vorgestellt. Weitere Artikel zum Stand der Arbeiten am geplanten Geschenk für die Stadt folgten. Jetzt heißt es, dass das Anliegen der Uhrenfreunde, von denen sich bereits der Großteil vom Projekt verabschiedet hat, schriftlich an die Verwaltung herangetragen werden müsse.

Inzwischen ist die Uhr fertig, ein Sockel, auf dem die Uhr befestigt werden soll, liegt bereit. Aber auch aus dem Grund, dass die Standortfrage weiterhin nicht geklärt ist, haben sich die Uhrenfreunde inzwischen vom Projekt zurückgezogen. "Es hat einfach zu lange gedauert", nennt Erik Weickert einen Grund. Er selbst jedoch halte an dem Projekt fest - auch, weil der Markt es seiner Meinung nach nötig habe, eine Aufwertung zu erfahren. Aus diesem Grund ist Weickert nun damit beschäftigt, ein Schreiben an den Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) fertigzustellen. Dieser hatte sich bereits 2011 der Schenkung gegenüber nicht abgeneigt gezeigt, aber vorsichtig geäußert und betont, dass auf die Stadt keine Kosten zukommen dürften. Bei einem Treffen zwischen Enke, dem Ordnungsamtschef Michael Winiecki sowie einigen Uhrenfreunden sei man nach Aussage von Weickert 2011 so verblieben, dass ein erneuter Kontakt stattfinden soll, wenn das Vorhaben konkreter wird. Auch ein Schreiben habe Weickert da schon an die Stadt geschickt.

Jetzt, so Weickert, will keiner mehr etwas vom Projekt gewusst haben. Es heißt, dass eine schriftliche Anfrage vorliegen müsse, die bisher fehle. "Ich kann nur empfehlen, ein entsprechendes Schreiben an das Amt für Stadtentwicklung und Wirtschaft zu senden", sagte Stadtsprecher Helge Fischer bestätigend. Zwar sei auch Bauamtsleiter Wolfgang Walter auf das Vorhaben angesprochen worden. "Dies sei aber in einer Form erfolgt, dass eine Weiterbehandlung aus Herrn Walters Sicht für nicht notwendig erachtet wurde. Das Vorhaben war noch zu unkonkret", erklärte Fischer.

Die Sonnenuhr, die aus Eisen-Guss gefertigt wurde, ist mit einem Antik-Bronze-Spray besprüht worden. Die Zahlen wurden von Hand nachgezeichnet. Und zum Schutz vor Witterungseinflüssen soll nun noch ein Imprägnierlack auf die Uhr aufgebracht werden. "Dadurch glänzt die Uhr dann", sagte Weickert. Auch ein Sockel, der zunächst etwa 1,30 Meter hoch sein sollte, ist in kleinerer Form jetzt vorhanden. Der quaderförmige, jetzt etwa 50 Zentimeter hohe Stein stamme aus der Zeit, in der auch die ehemals auf dem Markt stehende Siegessäule gefertigt wurde, habe ein Schkeuditzer Steinmetz versichert. In dessen Firma sei auch die Siegessäule selbst hergestellt worden, sagte Weickert.

Wer jetzt einen neugierigen Blick auf die Sonnenuhr werfen möchte, hat am Osterwochenende Gelegenheit dazu. Von 15 bis 17 Uhr am Freitag sowie Sonnabend und Sonntag zwischen 15 und 18 Uhr hat das Uhrenmuseum im Teehaus am Markt geöffnet. An allen drei Ostertagen bietet Weickert auch Museumsführungen an.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.03.2013

Roland Heinrich

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