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Schkeuditz Kirchsanierung wird jetzt innen fortgesetzt
Region Schkeuditz Kirchsanierung wird jetzt innen fortgesetzt
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05:00 23.04.2010
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Kleinliebenau

Weithin von der Autobahn 9 zu sehen, erstrahlt das frisch verputzte weiße Gotteshaus. Doch an ein Ende der Sanierung ist noch nicht zu denken. „Derzeit haben wir ein Platz-Problem“, berichtet Heike Sichting von der regelmäßig wiederkehrenden Situation während der kulturellen Sonntagsveranstaltungen. Der Grund ist der derzeitige vierte Bauabschnitt, welcher sich mit der Innensanierung der Kleinliebenauer Rittergutskirche befasst. „Das Kirchengestühl ist komplett herausgenommen und die Dielung entfernt worden“, erzählt die in der vereinseigenen Arbeitsgruppe Bau Engagierte weiter. Dabei wurde entdeckt, dass fast alle Holzbalken, auf denen die Empore ruht, am Fuß morsch und weggefault sind. „Wir mussten die Empore sperren“, bedauert Sichting. Noch vor der Sommerpause sollen die derzeitig ausgelagerten Original-Bänke wieder in der Kirche stehen. Doch zuvor heißt es, die nassen Wände trocken zu legen. Die Balken bekommen ein neues Fundament und gesundes Holz wird angeschuht, berichtet Sichting. Auch bei den Fußbodenfliesen müssten kaputte ausgetauscht werden. „Das Werk, das die Fließen herstellt, gibt es zwar noch, aber die Standardgröße von 15 mal 15 Zentimeter ist nicht die richtige. Wir brauchen 20 mal 20 Zentimeter.“ Und so sei man jetzt auf der Suche nach den schwarzen und weißen Zahnaer Fließen, hofft Sichting auf versteckte Vorräte. Im Zuge der Innensanierung wolle man das derzeit kaum sichtbare – da verdeckte – und an der Westwand der Kirche befindliche Sakramentshäuschen an die Nordwand setzen. „Dies hat uns der Denkmalschutz sogar empfohlen“, berichtet Sichting. Der gesamte Baufortschritt hänge aber von den finanziellen Mitteln ab, und so könne sie nicht sagen, wann dies geschehen werde. Gestern wurde damit begonnen, eine Bestandsaufnahme an der Orgel durchzuführen. „Die Pfeifen werden in Kisten verpackt und ausgelagert“, erklärt Klaus Gernhardt, Orgelsachverständiger und Musikinstrumentenrestaurator. Abschließend werde die Orgel eingehaust, um Schäden zu vermeiden. Die Bauzeit des Instrumentes schätzt Gernhardt auf um 1880. Ob und wann hier eine Sanierung erfolgen kann ist noch unklar. „Zunächst befassen wir uns zusätzlich zum Innenausbau mit der Außenflächengestaltung“, sagt Sichting. Dazu werde morgen ab 12 Uhr das Atelier Le Balto an der Kirche Entwürfe präsentieren.

Roland Heinrich

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