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Schkeuditz Kita-Kids sammeln für kranken Inayattulah aus Afghanistan
Region Schkeuditz Kita-Kids sammeln für kranken Inayattulah aus Afghanistan
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07:01 18.12.2018
Die letzte Operation ist geschafft. Inayattulah aus Afghanistan und der Leitende Oberarzt Dr. Ulf Kilian freuen sich gemeinsam über den Behandlungserfolg. Quelle: Kay Zimmermann
Markkleeberg

Die Mädchen und Jungen des Martin-Luther-Kindergartens in Markkleeberg haben die stolze Summe von 1171,88 Euro gesammelt. Mit diesem Geld unterstützen sie die Behandlung von Inayattulah im Leipziger Diakonissenkrankenhaus. Der elfjährige afghanische Junge litt unter einer großen Knochenzyste, die sich in den letzten Jahren in seinem Unterschenkel gebildet hatte. Mit ihr war in seiner Heimat ein normales Leben unmöglich.

Diakonissenkrankenhaus versorgt Kinder aus Kriegsgebieten

Seit fast 25 Jahren setzt sich das Diakonissenkrankenhaus Leipzig für die kostenlose medizinische Versorgung von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten ein, die von der Initiative „Friedensdorf International“ organisiert wird. Mit Hilfe dieser Initiative kam Inayattulah im Frühjahr dieses Jahres nach Deutschland, wo er seitdem gemeinsam mit anderen Kindern und Jugendlichen in Berlin untergebracht ist. Von dort reist er regelmäßig zur Behandlung ins Leipziger Krankenhaus. Vor etwa einem halben Jahr wurde seine Zyste entfernt und eine vorübergehende Auffüllplastik eingesetzt. In der letzten Woche weilte der kleine Patient wieder in Leipzig. Dr. Ulf Kilian, Leitender Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, entfernte die Plastik und verpflanzte Knochengewebe. Nach dem Eingriff durfte sich der afghanische Junge noch ein paar Tage auf der Station erholen.

Operation verläuft reibungslos

„Die Operation verlief reibungslos – wenn alles gut heilt, wird Inayatullah wieder über zwei gesunde Beine verfügen, die ihn in seiner Heimat hoffentlich gut durch sein Leben tragen werden“, erläuterte Ulf Kilian unmittelbar nach dem Eingriff. „Im Namen des Hauses möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die innerhalb des Kindergartens so großzügig für den guten Zweck gespendet haben.“ Für Inayatullah neigt sich die Behandlungszeit in Deutschland allmählich dem Ende entgegen. Ein paar Wochen wird er noch im Berliner Friedensdorf zu Gast sein und von dort voraussichtlich im Februar 2019 die Heimreise nach Afghanistan antreten.

Besuch klappt diesmal leider nicht

Die Spendensumme stammt aus dem Erlös eines Adventsmarktes, der im vergangenen Jahr vom Martin-Luther-Kindergarten durchgeführt wurde, sowie aus der Kollekte des letztjährigen Heiligabend-Gottesdienstes der Martin- Luther-Kirchgemeinde Markkleeberg-West, die auch Trägerin der integrativen Kindertagesstätte ist. Im letzten Jahr haben die kleinen Markkleeberger knapp 1000 Euro für Antonio gesammelt. Der siebenjährige Junge aus Angola wurde aufgrund seiner angeborenen Klumpfüße in Leipzig behandelt. Viel Trubel kam damals im Krankenzimmer auf, als eine neunköpfige Gruppe aus Markkleeberg mit Bus und Bahn anreiste, um den Patienten kurz vor dem Abschluss seiner Therapie persönlich zu besuchen. „Es hat mich positiv überrascht, wie interessiert, einfühlsam und zugleich offenherzig die Kinder den Kontakt zum Patienten gesucht haben“, freute sich Oberarzt Dr. Wesseler. „In diesem Jahr hat es zeitlich mit einem Besuch leider nicht geklappt“, bedauert Alexander Friebel, Referent für Unternehmenskommunikation im Diakonissenkrankenhaus.

Seit 1994 unterstützt das Haus die gemeinnützige Initiative „Friedensdorf International“, die jährlich mehreren Hundert kranken oder verletzten Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten eine medizinische Versorgung zukommen lässt. Bis heute wurden 47 kleine Patienten in Leipzig behandelt.

Von Gislinde Redepenning

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