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Schkeuditz Kita in Schkeuditz soll gebaut werden
Region Schkeuditz Kita in Schkeuditz soll gebaut werden
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16:17 26.01.2018
Ein Grundstück für den Kita-Neubau ist gefunden. Quelle: Roland Heinrich
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Schkeuditz

So es die Stadträte beschließen, könnte 2019 der Bau einer neuen Kindertagesstätte im Schkeuditzer Zentrum umgesetzt werden. Konkret soll die neue Einrichtung für circa 150 Kinder künftig auf einem Grundstück in der Rudolf-Breitscheid-Straße, Ecke Käthe-Kollwitz-Straße stehen. Das zumindest ist der Ort, für den sich die Stadtverwaltung entschieden hat.

Nach anfänglich sechs von der Verwaltung vorgeschlagenen stadteigenen Grundstücken, die für einen Kita-Bau zunächst in Betracht kamen, blieben nach Diskussionen im Rat noch drei potenzielle Flächen übrig, die ein Gutachter genauer unter die Lupe nehmen sollte. Das hat das Büro Steinbrecher und Partner aus Halle scheinbar auch genauer gemacht, als gedacht. Im Juni letzten Jahres per Beschluss beauftragt, sollte der Gutachter eigentlich bereits im Herbst Ergebnisse liefern. Jetzt kommt das Büro zu dem Ergebnis, dass eigentlich keines der drei vorgeschlagenen Grundstücke geeignet sei.

In der Virchowstraße – hier war ein Anbau an die bestehende Kita „Villa Kunterbunt“ in Erwägung gezogen worden – sei wegen der begrenzten Fläche und der bereits vorhandenen hohen Betreuungsplatzzahl nur eine Übergangsvariante für maximal 70 Kinder geeignet. Außerdem liege es nahe, dass eine bereits vorhandene Ausnahmegenehmigung für die Betreuung von zusätzlich zehn Kindern mit einem Anbau wegfallen würde, was effektiv dann nur Platz für 60 Kinder bedeuten würde.

Grundstück mit Altlasten

Die Fläche in der Pestalozzistraße sei wegen ihrer Größe am geeignetsten. Es habe sich aber herausgestellt, dass das Grundstück teilweise als Mülldeponie genutzt worden sei. Probebohrungen hätten ergeben, dass bis zu einer Tiefe von 5,80 Metern belastete Altablagerungen vorhanden sind. Für den Bau einer Kita müsste also aufwendig entsorgt werden. Zusätzlich könnte die Nähe zum FFH-Gebiet „Leipziger Auensystem“ Auflagen für den Bau von der Unteren Naturschutzbehörde nach sich ziehen.

Der dritte Standort in der Rudolf-Breitscheid-, Ecke Käthe-Kollwitz-Straße ist nur wegen seiner Größe für eine Kita für 150 Kinder nicht geeignet, heißt es in der Bewertung. Ein Zukauf einer unmittelbar benachbarten Fläche würde dieses Problem lösen. Aus diesem Grund folgt auf der Tagesordnung der heutigen Stadtratssitzung unmittelbar nach der Beschlussvorlage zur Entscheidung über den Kita-Bau auch die zum Kauf jenes benachbarten Areals. Für gut 23 000 Euro soll jene 530 Quadratmeter große Fläche das potenzielle Kita-Gelände erweitern. Insgesamt stünden dann für den Neubau etwa 3100 Quadratmeter zur Verfügung.

Neubau in Modulbauweise

Der Neubau soll in Modulbauweise und in zwei Abschnitten erfolgen, schlägt die Stadt vor. In einem ersten Bauabschnitt entstünden so im nächsten Jahr zunächst 70 neue Betreuungsplätze. Ein zweiter Bauabschnitt würde 2020 dann noch einmal 80 Betreuungsplätze schaffen. Investiert werden müssten laut Plan dafür 2019 rund 2,3 und 2020 etwa 2,5 Millionen Euro. Beim Bau der Einrichtung sofort für 150 Kinder im nächsten Jahr müsste die Stadt auch gleich 4,8 Millionen Euro investieren.

In der Verwaltung ist man inzwischen der Auffassung, dass eine Einrichtung für weniger als 150 Kinder mittelfristig den Bedarf nicht decken kann. Grund ist die aktuelle Entwicklung des Zuzugs von Familien mit Kindern im Kleinkindalter – allein im letzten Jahr sind durch Zuzug in der Kernstadt unterm Strich 271 Einwohner hinzugekommen. Außerdem sorge das aktuelle Baugeschehen dafür, dass dieser Zuzug wohl auch anhalten werde: ein zweiter und dritter Bauabschnitt im Halleschen Feld, die Bebauung des einstigen Demos-Grundstückes in Modelwitz, die Lückenbebauung im Zentrum sowie Wohnungsbebauungen in Glesien und Dölzig sind in Planung.

Auch aus finanziellen Gründen will die Stadtverwaltung auf eine Übergangslösung, die mit Containeranmietungen realisiert werden sollte, verzichten und gleich den Modul-Neubau realisieren. Eine Übergangslösung würde mit 1,1 bis 1,3 Millionen Euro Mietkosten und noch einmal 120 000 bis 330 000 Euro Erschließungskosten zu Buche schlagen. Im Bau- und Schulamt habe man versichert, dass bis dahin eine Betreuung gewährleistet werden kann. Bei Nutzung aller Ressourcen würden aktuell bis Juni 2019 sieben Betreuungsplätze fehlen.

Von Roland Heinrich

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