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Schkeuditz Klarer Wahlsieg für Amtsinhaber Jörg Enke
Region Schkeuditz Klarer Wahlsieg für Amtsinhaber Jörg Enke
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21:25 09.05.2010
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. Auf einer Leinwand wurden nach und nach die Ergebnisse der Oberbürgermeisterwahl eingespielt. Die Anhänger des CDU-Kandidaten Wolfgang Walter blickten zunehmend enttäuscht in die Runde. Dagegen wurde die Freude der Unterstützer von Jörg Enke mit jedem neu ausgezählten Wahlbezirk größer. Daniel Lange darf für sich einen Achtungserfolg registrieren.

So gelöst und lachend hatten Beobachter Oberbürgermeister Jörg Enke lange nicht mehr in größerer öffentlicher Runde erlebt. Dankend nahm der Amtsinhaber Blumen und zahlreiche Glückwünsche von Gratulanten entgegen. Auch die Unterlegenen reichten die Hand. „Ich freue mich über das Ergebnis. Die letzten Wochen waren ein Wellental zwischen Zweifeln und positiven Signalen. Die Gewissheit gab es nicht, dass es schon im ersten Wahlgang klappt", so Enke.

Den Amtsinhaber hatten 3259 Schkeuditzer von insgesamt 15 021 Wahlberechtigten wiedergewählt. CDU-Konkurrent Wolfgang Walter kam auf 1252 Stimmen und der von der Bürgerinitiative Gegenlärm unterstützte Einzelkandidat Daniel Lange hatte mit 1307 Stimmen sogar noch einige mehr als Walter. Der Bauamtsleiter zeigte sich denn auch enttäuscht: „Mit einem zweiten Wahlgang hatten wir schon gerechnet. Doch als gute Demokraten haben wir die Entscheidung der Wähler zu respektieren. Die geringe Wahlbeteiligung schmerzt natürlich."

Nicht unzufrieden mit seinem Abschneiden zeigte sich Lange. „Schkeuditz hat gewählt, ich denke die Stadt hat gewonnen. Immerhin hatte der Wahlsieger in seinem Programm Punkte zum Thema Fluglärm aufgenommen, die uns am Herzen liegen. Daran wird er sich künftig messen lassen müssen. Für mich war das Ganze eine große, eine gute Erfahrung."

Unterschiedlich auch die Stimmung bei den Anhängern der Kandidaten. „Das ist ein wahnsinnig gutes Ergebnis, das freut uns riesig. Die geringe Wahlbeteiligung ist natürlich schlecht. Bei mir im Laden beschweren sich die Leute, doch zur Wahl gehen dann nur wenige", sagte Werner Dreßler von den Freien Wählern. Auch die SPD hatte Enke unterstützt und jubelte: „An dem überraschend guten Ergebnis sind wir mit unserer Unterstützung für den Amtsinhaber ein Stück weit beteiligt. Das Resultat spricht mehr für das in den letzten sieben Jahren geleistete als für den durchgeführten Wahlkampf. Die Wahlbeteiligung ist erschreckend", äußerte Stadtrat Jens Kabisch.

Gefasst zeigte sich auch Evelyn Hütel von der BI: „Wir hätten uns einen zweiten Wahlgang gewünscht. Nun werden wir fair Herrn Enke gratulieren und versuchen, mit ihm die uns am Herzen liegenden Themen weiter zu bearbeiten." Sichtlich nach den richtigen Worten rang nach der Wahl-Schlappe CDU-Fraktionschef Ralf Giesecke. „Es ist uns nicht gelungen, die Bürger so zu sensibilisieren, wie wir es für eine Veränderung gebraucht hätten. Nun hoffen wir, dass sich alle als gute Demokraten zeigen und es für unseren Kandidaten nicht zu beruflichen Schwierigkeiten kommt", blickte Giesecke auf den heute wieder beginnenden Rathausalltag in unveränderter Konstellation: Enke Oberbürgermeister, Walter Bauamtsleiter. Olaf Barth

Olaf Barth

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