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Kleinliebenau bekommt neuen Deich

Kleinliebenau bekommt neuen Deich

Von Grund auf soll der Kleinliebenauer Deich neu entstehen. Sämtliche Baugenehmigungungen und Grundstücksverfügbarkeiten lägen vor, heißt es. Anfang Sommer starte der erste Bauabschnitt bei Dölzig.

Kleinliebenau. Die Landestalsperrenverwaltung (LTV) investiert insgesamt rund drei Millionen Euro.

Einen informativen und faktenreichen Vortrag in der jüngsten Dölziger Ortschaftsratssitzung hielt Axel Bobbe, verantwortlicher Mitarbeiter der LTV. Im Gasthof Kleinliebenau stand der Hochwasserschutz-Experte vor allem zu Fragen rund um den Kleinliebenauer Deich Rede und Antwort. Im Zeitraum Juni/Juli sollen Arbeiten zur Sanierung beziehungsweise für den Neubau des Kleinliebenauer Deiches beginnen. Für den ersten Bauabschnitt anfangend bei Dölzig an der alten Bahnlinie und weiterführend entlang der Bundesstraße werden rund 1,5 Millionen Euro ausgegeben. „Der Deich kommt komplett weg, es entsteht ein neuer. Alle Baugenehmigungen und Grundstücksverfügbarkeiten liegen vor. Je nach Abschnitt wird der Deich um 0,5 bis 0,75 Meter höher als derzeit und dann zwischen 1,50 und drei Meter hoch sein“, führt Bobbe aus. Der zweite Bauabschnitt liege in einem ähnlichen Kostenrahmen und erstrecke sich bis zum Verschlussbauwerk am Luppe-Altwildbett und weiter bis zur A9. „Gerodet wurde ja schon, im August und September wollen wir dort die Wurzeln entfernen. Wir müssen den Deich grundhaft aufarbeiten und den Erdstoff verdichten“, erklärte der LTV-Verantwortliche.

Wo es möglich ist, könnte die Deichkrone an einigen Stellen auch auf bis zu drei Meter verbreitert werden. Denn je schmaler die Krone, desto steiler die Böschungen. Und das wiederum sei nicht gut für die Schafe. Denn auf Nachfrage einer Zuhörerin nach der künftigen Pflege des Deiches erklärte Bobbe, dass der Freistaat Sachsen diesbezüglich als Idealzustand jetzt auf Schafherden setzt. „Doch im Unterschied zur Nordsee sind viele unserer Deiche nicht so wuchtig und breit. An den neuen Deichen an der Elbe klappt es, da bestehen mit Schäfern Verträge. Auf den schmalen Böschungen hier würden sich die Tiere eher die Hufe brechen“, erklärte Bobbe die Lage. So werden wohl die Deichanlagen bei Kleinliebenau zweimal im Jahr gemäht werden.

Auf der Kleinliebenauer Seite des Deiches soll zudem ein fünf Meter breiter, LKW-tauglicher Schutzstreifen entstehen, um im Fall eines Hochwassers die Zugänglichkeit zur Verteidigung des Deiches zur gewährleisten. Diese Maßnahme könne bis Jahresende oder gar länger dauern. Die fast 50 aufmerksam zuhörenden Kleinliebenauer dankten für die Ausführungen mit Beifall und äußerten sich danach positiv zu den Plänen. Doch Bobbe warnte: „Sie werden uns vielleicht noch verfluchen. Es kann laut und staubig werden.“ Aber den Kleinliebenauern stecken wohl zu sehr noch die bangen Stunden nach der Flutung der Aue in den Gliedern. Ihr Interesse an einem sicheren Deich überwiegt alles. „Sie dürfen Dreck machen“, rief einer der Besucher und erntete dafür Zustimmung der anderen.

Olaf Barth

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