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Schkeuditz Kleinliebenauer Gotteshaus gehört jetzt einer Stiftung
Region Schkeuditz Kleinliebenauer Gotteshaus gehört jetzt einer Stiftung
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00:34 28.05.2018
Henrik Mroska (2. von rechts) ernennt Ernestine Adaschkiewitz (rechts) zum Ehrenmitglied des Kultur- und Pilgervereins. Quelle: Foto: Michael Strohmeyer
Schkeuditz

Die Rittergutskirche in Kleinliebenau ist jetzt im Besitz einer Stiftung. Die Neugründung jener rechtsfähigen Stiftung Rittergutskirche Kleinliebenau wurde zum 10. April von der Landesdirektion Sachsen bestätigt. Eine entsprechende Anerkennungsurkunde wurde am 17. April überreicht. „Die Kirche und das Grundstück habe ich als Zustiftung beigesteuert. Das für die Stiftungsgründung notwendige Geld kam vom Verein“, erklärte Henrik Mroska. Der heute 48-Jährige hatte 2005 die kleine Kirche als Ruine für einen Euro von der Stadt erworben. Jetzt fiel ihm mit der Besitzübertragung doch auch ein Stein vom Herzen.

„Ich habe die Kirche nie als mein Eigentum betrachtet“, gab Mroska zu. Dennoch sei wegen der Verantwortung auch immer ein mulmiges Gefühl dagewesen. Auch wenn die Einträge im Grundbuch noch erfolgen, ist der Leipziger mit der Unterzeichnung der Stiftungsurkunde diese Verantwortung los. Mit der Gründung der Stiftung sei eine langlebige Form im Sinne des Gotteshauses gefunden worden.

„Wir haben vorab mehrere Varianten besprochen. Es ging um eine eventuelle Genossenschaftsgründung oder auch um die Übertragung der Kirche an den Verein“, merkte Mroska an. Doch die Form der Stiftung sei als die langlebigste ins Auge gefasst worden. Dank der Unterstützung vieler Freunde der Kirche konnte der Kultur- und Pilgerverein Kleinliebenau die notwendigen 30 000 Euro Stiftungskapital beisteuern. Jetzt sei der Verein Mieter bei der Stiftung.

Stiftungszweck ist hauptsächlich natürlich der Erhalt der denkmalgeschützten Kirche, die in den Jahren des Mroska-Eigentums aufwendig saniert und mit einem Anbau für Pilgergäste versehen wurde. Im Vergleich zu bisher Geleistetem stehen für den neuen Besitzer auch kleinere Arbeiten an. „In der ersten Ferienwoche wollen wir im Inneren der Kirche, am Turm den Putz entfernen, um dort für Trockenheit zu sorgen“, nannte Mroska. Auch müsse außen entfernter Putz wieder ersetzt werden. Dafür gebe es aber noch keinen Zeitplan.

Weiterer Zweck der neuen Stiftung – und den Part der Organisation wird der Kultur- und Pilgerverein übernehmen – ist die Nutzung der Kirche für gemeinnützige, kulturelle und kirchlich-ökumenische Zwecke. Außerdem geht es um das Einwerben von Spenden, Zuwendungen und Fördermitteln. „Das Stiftungskapital darf nicht angefasst werden“, erklärte Mroska, weshalb die Stiftung für bauliche Maßnahmen jetzt quasi wieder bei Null anfangen muss.

Am Rande der Stiftungsfeier, die am Sonntag an und in der Kirche stattfand, wurde der Kleinliebenauerin Ernestine Adaschkiewitz die Ehrenmitgliedschaft im Kultur- und Pilgerverein verliehen. „Die Schatzmeisterin des Vereins hat sich für die Gründung der Stiftung enorm eingesetzt. Ihrer Beharrlichkeit verdanken wir die selbstständige Stiftung“, brachte es Vereins-Chef Mroska auf den Punkt.

Den Stiftungsvorsitz hat übrigens Jürgen Vetter inne. Weiterhin gehören Gudrun Matschens und Mroska selbst dazu. „Hier wird nicht turnusmäßig neu gewählt. Das soll so lange wie möglich so bleiben“, sagte Mroska. Beim Verein sieht das anders aus. Im nächsten Jahr sind Wahlen. „Ich würde den Vorsitz auch in jüngere Hände geben“, sagte der Chef, der gleiches schon 2013 äußerte.

Gibt es ein neues Ein-Euro-Projekt? „Ja, da ist was. Aber ein solches Vorhaben wie die Kirchsanierung würde ich trotz der vielen positiven Erfahrungen nicht noch einmal angehen“, sagte Mroska und lachte.

Von Roland Heinrich

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