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Kommen und Gehen in der Kirche in Dölzig

Kommen und Gehen in der Kirche in Dölzig

Er geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge, sagte Martin Scheiter, der in den vergangenen 18 Monaten als Vikar in der Gemeinde Dölzig-Rückmarsdorf viel gelernt habe.

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Martin Scheiter verlässt die Kirchgemeinde.

Quelle: Roland Heinrich

Dölzig. "Ich habe mich in der Gemeinde sehr wohl gefühlt und sehr nette Menschen kennenlernen dürfen", sagte der 32-Jährige. Nun werde er die Kirchgemeinde, zu der neben Dölzig noch Rückmarsdorf, Frankenheim, Lindennaundorf und Priesteblich gehören, auch mit einer "Träne im Knopfloch" verlassen und eine Pfarrstelle im Kirchspiel Zeithain antreten.

Dabei war dem Leipziger bei Antritt des Vikariates noch gar nicht so klar, was den Beruf des Pfarrers ausmacht. "Wie ein weißes Blatt Papier" hatte sich Scheiter selbst bezeichnet. Nun hat er dieses Blatt mit den Erfahrungen in der Kirchgemeinde beschrieben. Die Pfarrstelle, die er jetzt in der Nähe von Riesa antreten wird, ist zunächst eine Stelle auf Probe. "Für drei Jahre bin ich dort. Dann entscheidet natürlich auch die dortige Gemeinde, ob sie mich auf Dauer haben will", sagte Scheiter.

Scheiter, dessen Großvater schon Pfarrer und dessen Großmutter Kantorin war, bezeichnete die Zeit in Dölzig als "spannend". Die Entscheidung, in diese Gemeinde zu gehen, hat er übrigens genauso wenig selbst getroffen, wie die, jetzt in Zeithain die Pfarrstelle anzutreten. Diese Entscheidungen fällte das Landeskirchenamt. Und eine gewisse Dankbarkeit über diese Entscheidung ist Scheiter anzumerken.

Er erinnere sich noch gut an seine erste Predigt kurz nach den Ostertagen im vergangenen Jahr, als es noch galt, Schnee zu schieben. "Bammel" habe er gehabt. "Jetzt geht alles leichter von der Hand", äußerte er. Dass das jetzt so ist, habe er auch den Gemeindemitgliedern zu verdanken, bei denen er viel gelernt habe. Auch für neue Ideen seien die Ohren immer offen gewesen.

Doch bei aller Wehmut: "Ich freue mich jetzt natürlich auch auf die neue Aufgabe, die auf mich wartet", sagte Scheiter. Noch müsse seine Frau zwar zur Arbeit nach Leipzig pendeln, aber "wir erwarten Nachwuchs und das ändert sowieso alles", sagte Scheiter. "Vor mir und meiner Familie liegt eine sehr aufregende Zeit", schätzte er ein. Mit der Pfarrerin Ines Schmidt habe er eine hochkompetente Mentorin an seiner Seite gehabt. "Ich werde die Zeit in der Gemeinde vermissen", sagte Scheiter.

Während sich der Vikar in Richtung Pfarrerberuf verabschiedet, kommt mit Chris Pahl ein neuer Gemeindepädagoge nach Dölzig und in die anderen Ortschaften. Der 33-Jährige wohnt in Leipzig und hat jetzt eine 30-Prozent-Stelle inne. "Wir hoffen, dass diese Stelle über ein Jahr hinausgeht", sagte die Pfarrerin. Mit den anderen 70 Prozent seiner Arbeitskraft leitet er die Schuljugendarbeit "crossover skul". "Alles, was zur Jugendarbeit in der Gemeinde gehört, fällt in meinen Bereich", sagte Pahl. Hierbei sind durchaus neue Ideen gefragt, meinen Pahl und Schmidt gemeinsam. "Alte Modelle, wie etwa die wöchentliche Christenlehre, funktionieren nicht mehr", sagte die Pfarrerin und hofft, gemeinsam mit Pahl Wege zu finden, die es Kindern und Jugendlichen wieder möglich machten, zu glauben.

Pahl ist in Dölzig bei einigen Kindern und Eltern durchaus schon ein bekanntes Gesicht. Als Bewegungstrainer in der Paul-Wäge-Grundschule oder im Rahmen der Kinderkirche XXL war er schon in Erscheinung getreten. Nun will er innerhalb der Gemeinde zunächst herausbekommen, was Kinder und Teenager brauchen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.07.2014
Roland Heinrich

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