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Schkeuditz Kommt elektronische Tempo-Anzeige? - Hinweis für Autofahrer vor Grundschule ist gewollt
Region Schkeuditz Kommt elektronische Tempo-Anzeige? - Hinweis für Autofahrer vor Grundschule ist gewollt
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16:20 19.05.2015
Vor der Grundschule soll eine Anzeigetafel über Geschwindigkeiten informieren. Quelle: Roland Heinrich

Offiziell hieß es von der Stadt, dass eine Notwendigkeit dafür nicht besteht (die LVZ berichtete). Eine dann ins Auge gefasste Plakatierungsaktion mit Schildern, auf denen sinngemäß "Freiwillig 30!" zu lesen sein sollte, ist irgendwie im Sande verlaufen. Ein diesbezügliches Schreiben sei zwar an die Stadt gegangen. Zurück kam jedoch die Einladung zu einem klärenden Gespräch.

"Dieses grundsätzliche Gespräch hat es auch gegeben", berichtete Oliver Gossel vom Förderverein der Grundschule auf Anfrage der LVZ. Bereits im Juni hat es mit dem Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) stattgefunden. Bauamtsleiter Wolfgang Walter habe dabei eine elektronische Geschwindigkeitsanzeige ins Spiel ­gebracht, die beim Förderverein auf offene Ohren stieß. "Es gibt da unterschiedliche Varianten. Wir haben einen Favoriten, bei dem der Autofahrer durch einen Smily auf seine Geschwindigkeit hingewiesen wird", erklärte Gossel. Ein lachendes Gesicht zeige demnach an, wenn man sich innerhalb der Geschwindigkeitsnorm bewegt, ein trauriges, wenn der Autofahrer zu schnell ist.

"Bei solchen Anzeigen bewegt man sich, wenn man in beiden Fahrtrichtungen je eine installiert bei weit mehr als 8000 Euro", gibt der 42-jährige Gossel Informationen aus der Stadtverwaltung weiter. "Wir sehen den Bedarf aber hauptsächlich in der Richtung, die bergab führt. Damit wäre man schon bei der Hälfte der Kosten", sagte er. Zudem werde die vorgestellte Variante mit Solarstrom betrieben. Man könne aber durchaus ein Kabel zum Schulgebäude ziehen, nennt Gossel Ideen der Kosteneinsparung. "Falls die Stadt diese Summe nicht aufbringen kann, würden wir als Förderverein aktiv werden und einen Anteil an der Finanzierung tragen", verkündete er.

Jetzt warte der Förderverein auf ein Signal der Stadt, das bisher nicht gekommen sei. "Wir hatten gedacht, dass die Anzeige bis zum Schulbeginn stehen kann ...", sagte Gossel und vervollständigte den Satz nicht. "Diese Angelegenheit befindet sich derzeit in Bearbeitung", teilte Stadtsprecher Helge Fischer auf Anfrage mit und verwies wegen der momentanen Urlaubszeit auf eine dafür notwendige längere Zeitspanne.

Die Forderung nach mehr Sicherheit für die Schulkinder im Stadtteil Wehlitz ist ein Dauerthema: Bereits 1994 machte sich der Förderverein der Grundschule für einen Fußgängerüberweg stark. Drei Jahre später wurden stattdessen und als Notlösung schon einmal Tempo-30-Schilder aufgestellt, die den gewünschten Effekt aber vermissen ließen. Als nächste Forderung stand der Wehlitzer Kreisverkehr auf dem Plan der Eltern, dessen Errichtung 2001 zunächst vom Regierungspräsidium abgelehnt wurde. 2003 dann wurde die Tempo-30-Zone vor der Grundschule aufgehoben und durchgängig 50 Stundenkilometer waren erlaubt. Wiederholt und zuletzt 2012 mit Abgabe einer mehr als 400 Unterschriften zählenden Liste forderte der Verein erneut, eine Tempo-30-Zone vor der Schule einzurichten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.07.2013

Roland Heinrich

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