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Schkeuditz Konzept für energetische Stadtsanierung
Region Schkeuditz Konzept für energetische Stadtsanierung
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15:06 19.05.2015

Katrin Geißler und Stefan Wenske vom gleichnamigen Planungsbüro aus Dresden informierte auch hinzugeladene Stadträte, die dann morgen Abend beschließen sollen, jenes Konzept als Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln für weitere Maßnahmen zu verwenden.

"In Schkeuditz hat sich in den letzten Jahren vor allem mit Blick auf die Energieerzeugung einiges getan", sagte Geißler. Im Jahr 2011 seien insgesamt rund 5000 Megawattstunden mit erneuerbaren Energien und mit der Kraft-Wärme-Kopplung selbst erzeugt worden. "Im Bereich der Energiegewinnung liegt auch der Fokus der Stadt", sagte sie. Und es wird weiter investiert: Allein für den Anschluss des Rathauses, der Leibniz-Grundschule und des Kulturhauses Sonne an das momentan noch im Bau befindliche modulare Blockheizkraftwerk (BHKW) an der neuen Drei-Feld-Sporthalle werden rund 340 000 Euro fällig. Das BHKW selbst schlägt mit 331 000 Euro zu Buche. Das geht aus einem Konzept hervor, das innerhalb eines reichlichen Jahres erstellt und jetzt vom Dresdner Büro vorgestellt wurde. Geißler und Stefan Wenske betreiben jenes Büro, welches sich die von der Stadtverwaltung so bezeichnete Nördliche Teilkernstadt Schkeuditz angeschaut und auch energetische Potenziale ausgelotet hat. Ins Blickfeld gerieten dabei die momentanen Energieverbräuche - hier arbeiteten die Stadtwerke Schkeuditz zu - die CO2-Emissionen sowie der Zustand der Gebäude und der Straßenlaternen.

Jenes Gebiet, welches betrachtet wurde, befindet sich in der Kernstadt und wird im Norden von der Robert-Koch-, der Karl-Marx- und der Oststraße begrenzt. Im Osten bilden die Herder-, die Theodor-Heuss- und die Alte Straße den Abschluss. Die Leipziger-, die Teich- und die Friedrich-Ebert-Straße sind die südlichen Grenzstraßen, und im Westen ist es die Flughafenstraße.

Wenn Schkeuditz in besagtem Gebiet etwa vier Millionen Euro in die energetische Sanierung der technischen Infrastruktur und von Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen investiert, könnten rund fünf Megawattstunden Energie und etwa 1200 Tonnen CO2-Ausstoß eingespart werden. Hinzu kommen Einspareffekte, die bei der Sanierung privater Gebäude mit rund 320 000 Euro Investition erzielt werden können.

Auch die Privatbesitzer nämlich sind mit im Konzept-Boot: "Private Eigentümer, die sich innerhalb des Gebietes befinden, können dann von dem Konzept profitieren", erwähnte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler). Voraussetzung ist, dass der Stadtrat am Donnerstag pro Quartierskonzept entscheidet. Die gilt aber als äußerst wahrscheinlich. Der TA hat am Montag bereits seinen Segen gegeben.

So, wie bereits die Erstellung des Konzeptes gefördert wurde, könne, nach erfolgtem Beschluss, nun auch dessen schrittweise Umsetzung gefördert werden. In welchem Zeitrahmen das passiert, ist ungewiss. "In welchen Etappen die Umsetzung in Angriff genommen wird, entscheiden zum einen die Stadträte und zum anderen die vorhandenen Haushaltsmittel. Auch bei Förderung der Umsetzung müssen Eigenmittel vorhanden sein", betonte Dornbusch.

Einen Zeitrahmen für den erwähnten Anschluss städtischer Gebäude an das BHKW gibt es indes: Laut Konzept sollen die Leibniz-Grundschule 2014, das Rathaus 2015 und das Kulturhaus Sonne 2017 angeschlossen sein. Wann eine neue Anlage die ÖL-Heizung in der Stadtbibliothek ablösen wird, ist jedoch unklar.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.12.2013
Roland Heinrich

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