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Schkeuditz Konzertflügel in der Villa Musenkuss klangvoll eingeweiht
Region Schkeuditz Konzertflügel in der Villa Musenkuss klangvoll eingeweiht
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11:05 20.05.2015
Das Einweihungskonzert mit Musikern der Staatskapelle Halle sowie Vereinschef Ulrich Zickenrodt (Dritter von rechts). Am Flügel sitzt Dirk Fischbeck. Quelle: Michael Strohmeyer

Jetzt steht Lehrern und Schülern auch ein hochwertiger Konzertflügel zur Verfügung - dank einer einzigartigen Spendenaktion.

Der gebrauchte, etwa 18 Jahre alte Kawai-Konzertflügel, den sich der Verein mit Unterstützung des Pianisten Gernot Oertel angeschafft hat, wird bereits seit einigen Wochen genutzt. Doch für die Finanzierung des Instruments mussten die Vereinsmitglieder um den Vorsitzenden Ulrich Zickenrodt noch mächtig die Werbetrommel rühren. Schließlich sollten die ausgegebenen 8500 Euro nicht zu Lasten der alltäglichen Vereinsarbeit mit den vielen Kursen für die Kinderbetreuung gehen. Die Idee: Partner, Förderer und Sponsoren erwerben symbolisch für eine bestimmte Summe eine der 88 Tasten (die LVZ berichtete). Kurz vor dem Einweihungskonzert am Freitagabend verkündete Zickenrodt, dass alle Tasten von Privatpersonen, Vereinsmitgliedern, Unternehmen, Musikern der Staatskapelle Halle und mit Hilfe von Publikumsspenden erworben wurden. Konkrete Summen blieben intern. "Es wäre ungerecht, jemand besonders hervorzuheben. Kein Geheimnis ist aber, dass wir uns sehr über die Spenden-Ausschüttung des PS-Loses der Sparkasse Leipzig gefreut haben", sagte 58-Jährige, der diese Spende während des Konzertes entgegengenommen hatte.

Da der erkrankte Oertel kurzfristig ausfiel, musste das unter dem Motto "Wenn des Flügels Zaubertasten" stehende Programm geändert werden. Der hallische Pianist Dirk Fischbeck sprang professionell ein. Auch im Kammermusikensemble der Staatskapelle Halle unter Leitung der Konzertmeisterin Dorothée Stromberg war von der Umbesetzung nichts zu bemerken. Für das abwechslungsreiche Programm, in dem auch Schüler und Pädagogen der Villa zeigten, wie vielseitig der Flügel genutzt werden kann, gab es von den rund 80 Gästen reichlich Applaus. Alle lobten den Flügel, so auch der langjährige Villa-Klavierpädagoge Mario Drescher. Die bisher genutzten zwei alten und verschlissenen Instrumente können nicht mehr in wirtschaftlich vertretbarem Aufwand saniert werden. Für den täglichen Unterricht werden sie noch genutzt, Vorspiele und Konzerte aber finden nun auf dem neuen Instrument statt.

Seit fast 20 Jahren bildet Drescher Kinder und Jugendliche an unterschiedlichen Instrumenten aus. Unter zustimmendem Nicken von Thomas Piontik, der seit 13 Jahren den Singekreis leitet, sagte Drescher: "Dieser Flügel ist mehr als ein Tasteninstrument. Er ist ein Kulturgut, das im Sinne unseres Vereins genutzt, gepflegt und zur Freude der Besucher erklingen wird."

Als Würdigung der Unterstützer enthüllte der Villa-Verein eine große "Sponsoren-Tastatur". Alle spendenfreudigen Musikfreunde sind darauf namentlich aufgeführt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.03.2013

Olaf Barth/Michael Strohmeyer

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