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Schkeuditz Künstler-Freunde gratulieren Gerd W. Fielder
Region Schkeuditz Künstler-Freunde gratulieren Gerd W. Fielder
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14:27 19.05.2015
Der Künstler Klaus König (links) gratuliert Gerd W. Fiedler mit einem gemalten Blumenstrauß, der zunächst hinter der 70 versteckt war. Quelle: Michael Strohmeyer

Fiedler zum 70. Geburtstag. Womit ehrt man einen Sammler, Kurator, Laudator und Begründer des Kunstkreises in der Galerie auf dem Alten Friedhof? Natürlich mit einer Geburtstagsausstellung.

Der Kunsthistoriker zeigte sein "Leben mit Bildern" - kleine und größere Schätze sowie Leihgaben aus seiner Sammlung. Bekannte und weniger bekannte Arbeiten gab es bei dem Galerie-Rundgang zu entdecken. Einige der Künstler - wie Siegfried Ratzlaff, Liesel Mutterlose-Schittko, Johanna Baraniak, Klaus König oder auch Andreas Mocker - waren selbst unter den Gästen. Auch über ein spezielles Bild ganz allein für das Geburtstagskind konnte sich Gerd W. Fiedler freuen: Hinter einer großen "70" verbarg sich ein gemalter Blumenstrauß - umrahmt vom Galeriegiebel der Art Kapella und mehreren kleinen Ansichten, die Lebensstationen des Kunstfreundes zeigten. Klaus König hat seinen Förderer mit diesem Bild gewürdigt. Da ist Schönefeld zu sehen, wo Fiedler aufwuchs - dargestellt ist auch die alte Leipziger Universitätskirche, gegen deren Sprengung der Student protestierte, worauf der junge Mann "geext wurde" und sich im Stahl- und Walzwerk Brandeburg wiederfand. Schließlich konnte er sein Studium doch beenden, hatte das Glück Künstlern und Dozenten wie Siegfried Ratzlaff oder auch Hans Schulze zu begegnen, die seinen Kunstverstand weiter schulten. In der Art Kapella war es dann viele Jahre Gerd W. Fiedler, der Interessierten Kunst näherbrachte.

"Es macht Spaß ihm zuzuhören", sagt Tina Barheine. "Er erklärt die Bilder auf eine für den Laien verständliche Art - die Gespräche geschehen auf Augenhöhe, es gibt keine Hemmschwelle", so die Vereinsvorsitzende. "Ich hoffe, dass er uns weiter die Treue hält." Dass er seine Leidenschaft, "sein Feuer und seine Flamme für schöne Bilder" weitergibt, wünscht sich auch Liesel Mutterlose. 90 Jahre wird die Schkeuditzer Heimatmalerin in diesem Jahr; ein Selbstbildnis in der aktuellen Ausstellung zeigt die Künstlerin als junge Frau - dicht daneben: ein Bild von Heinz Mutterlose; Sonnenblumen in aller Pracht und Fülle.

Bilder in Hülle und Fülle und andere Kunstwerke gibt es bei dem Galerierundgang zu entdecken. Nicht zu vergessen - die vielen Geschichten hinter den Bildern: Wie er für kleines Geld Max Lingner ersteigerte, was es mit den Schuhen aus Tallinn auf sich hat, wie er ein Gemälde aus der Sowjetunion "schmuggelte" - darauf dürfen die Besucher beim Kunstkreisgespräch am 9. Mai in der Art Kapella neugierig sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.04.2015
Ingrid Hildebrandt

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