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Kultur- und Pilgerverein feiert sein zehnjähriges Bestehen

Kultur- und Pilgerverein feiert sein zehnjähriges Bestehen

Gegen Ende des Jahres 2005 kaufte der Leipziger Henrik Mroska die kleine Rittergutskirche in Kleinliebenau. Man könnte meinen, zu einem Schnäppchenpreis, denn einen Euro wollte die Stadt Schkeuditz für das als Ruine zu bezeichnende Gotteshaus nur haben.

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Der Kultur und Pilgerverein Kleinliebenau hat seinen 10. Geburtstag gefeiert.

Quelle: Michael Strohmeyer

Kleinliebenau. "Bei Androhung von 20 000 Euro Strafe, sollten 150 000 Euro nicht in den ersten fünf Jahren in die Kirche investiert werden", erinnerte sich Mroska an die mit dem Kauf verbundene Bedingung. Nachverhandlungen mit der Stadt hätten die Investitionsauflage immerhin auf 75 000 Euro halbiert. Immer noch zu viel für den da schon existierenden Verein, weshalb Mroska selbst kaufte.

Da war der Religionslehrer aus Leipzig gerade 35 Jahre alt. "Es war genau das richtige Alter. Man ist schon gereifter und hat trotzdem noch jugendlichen Elan", meinte er schmunzelnd. Und so suchte er Freunde und Weggefährten, die mithalfen, das Gotteshaus zu einer Begegnungsstätte werden zu lassen. Jetzt feierte der Kultur- und Pilgerverein Kleinliebenau sein zehnjähriges Bestehen neben einer eigentlich fertig sanierten Kirche.

Zwei Jahre nach dem Kauf fand dann der erste Spatenstich für eine Pilgerherberge statt. Die Kleinliebenauer Kirche nämlich liegt auf dem Pilgerweg, was ihr die Entdeckung und damit wohl auch die Rettung bescherte. 2008 folgte der erste Bauabschnitt am Kirchturm und 2009 am Kirchendach. Im folgenden Jahr wurde die Kirche außen verputzt, 2011 innen restauriert und 2012 wurde die Orgel restauriert. Wesentliche Unterstützung bekam der Pilgerverein durch Abiturienten des Evangelischen Schulzentrums Leipzig und von Auszubildenden des Berufsbildungswerkes Leipzig beim Innenausbau.

Die Kirche wird seit der Bauphase für ökumenische Gottesdienste und unterschiedlichste Kulturveranstaltungen genutzt und ist Magnet für viele Besucher aus der Region Sachsen und Sachsen-Anhalt. Seit nunmehr fünf Jahren übernachten jedes Jahr etwa 280 Pilger in der Herberge. Sie kommen aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland.

Inzwischen ist eine unselbstständige Stiftung gegründet, für die der Verein als Treuhänder fungiert. 40 000 Euro müssen nun eingeworben werden. "Für 250 Euro erwirbt der Spender einen Versammlungssitz. Ab 5000 Euro bekommt man den Titel Patronin oder Patron verliehen und wird in der Patronatsloge verewigt", teilte Mroska mit. Auch baulich geht es an der Kirche weiter: Der Kirchturm muss trockengelegt werden, was noch in diesem Jahr passieren soll.

 

 

www.kulturpilger.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.07.2015
Michael Strohmeyer, Roland Hein

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