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Schkeuditz Kunstkreis spricht über Werke
Region Schkeuditz Kunstkreis spricht über Werke
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09:43 09.03.2010
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Schkeuditz

Auf der linken Seite hängt der Realist Klaus König, der in akribischer Feinarbeit jedes Detail einer Landschaft herausarbeitet und sich dabei bemüht, ein möglichst objektives Abbild des Gesehenen darzustellen. Er ist von Hause aus technischer Zeichner und malt deshalb mit klaren Konturen und Linien präzise und sachlich und schwelgt in einfachen, kräftigen Farben, die er glatt und genau aufträgt. Er will, dass die Objekte seiner Darstellung wieder erkannt, bewundert und geliebt werden. Und Trauer kommt auf, wenn man dieses schöne Gebäude der ehemaligen Leipziger HNO-Klinik, das inzwischen abgerissen wurde, so wehmütig im Herbst auf sein Schicksal warten sieht. Ganz anders Heinz Mutterlose, der sich ungehemmt und ohne lange Planung seinen Gefühlen hingibt. Wenn aus dem Titel nicht erkennbar wäre, dass es sich um Budapest handelt, würde niemand vermuten, dass unter den dräuenden Gewitterwolken, aus denen ein eigenartig bedrohlicher Strahl auf die im Dunst ausgeliefert am Bildrand unten liegende Landschaft fällt, eine moderne Großstadt sein soll. Mutterlose war das auch nicht wichtig, denn er schwelgte offensichtlich in dem überwältigenden Genuss, Zeuge eines unerhört martialischen, man möchte fast meinen, biblischen Ereignisses zu sein. In all seinen Bildern malt er meisterhaft seine expressiven Gefühle. Und er malt auch expressiv. Einen harmlos blau blinkenden Himmel wird man bei ihm vergeblich suchen. Seine Kompositionen sind originell und kompliziert. Das Gewirr von Farben und Formen auf seinen großen Bildern entpuppt sich meist erst aus einem gewissen Abstand als ein künstlerisches Meisterwerk, aus dem Bäume und Häuser, angereichert mit Mutterloses Gefühlserleben, frappierend hervortreten. Es ist nichts gekünstelt und deshalb sehr ergreifend, wenn ein schwarzer Baum des Nachbarn sich vor Schuppen und kleinen Häuschen nackt und gespenstisch zum Himmel reckt. Mit romantischer und konfliktschwangerer Musik begleiteten zur Eröffnung die koreanischen Studentinnen Jung Bo Kun und Noh Soo Ji bei der Vernissage diesen von dem Laudator Gerd W. Fiedler kommentierten Wettstreit der künstlerischen Ansichten auf dem Piano. Morgen sind noch einmal alle Kunstfreunde herzlich dazu eingeladen, im Rahmen des Kunstkreises der Art Kapella Schkeuditz mit Klaus König und den Nachlassverwaltern von Heinz Mutterlose über den Realismus und Impressionismus in der Malerei zu plaudern.

Kornelia Richter

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