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Schkeuditz Kursdorf wird noch leerer
Region Schkeuditz Kursdorf wird noch leerer
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14:23 19.05.2015
Thomas (links) und Hans-Peter Knauf haben die Projektunterlagen in Ihrer Gärtnerei ausgebreitet. Demnächst soll der Umzug nach Schkeuditz über die Bühne gehen. Quelle: Michael Strohmeyer

"Ja, ich bin Ur-Kursdorfer und hier geboren. Und um eine Frage vorweg gleich zu beantworten: Nein, man gewöhnt sich nicht an den Lärm und den Gestank der Flugzeuge", sagte Thomas Knauf. Gemeinsam mit seinem Bruder Hans Peter führt der 52-Jährige die Gärtnerei Knauf inzwischen in vierter Generation. Von ihrem Vater Joachim haben sie das Unternehmen 2002 übernommen. Der 76-Jährige musste schon einmal mit der Gärtnerei seines Vaters umziehen - damals wegen der Braunkohle, sagte er. 1954 war das. Und es wurde in Kursdorf gekauft. Nicht lange nach der Übergabe der Gärtnerei an die beiden Söhne begann 2004 eine Auseinandersetzung mit dem Flughafen Leipzig/Halle, die um Gerichte keinen Bogen machte und nun ein Ende gefunden hat. "Nach langem Kampf ist nun endlich der Umzug möglich", sagte der 46-jährige Hans-Peter Knauf.

Zwischen dem Altscherbitzer Feld an der Theodor-Heuss-Straße und der Alten Straße wird jetzt gebaut. "Wir werden, weil das Gelände nach Süden hin abschüssig ist, in zwei Ebenen bauen", erklärte der ältere Bruder. Während er auf die Projektzeichnung zeigte, erklärte er: "Im Süden, an der Alten Straße ist ein Verkaufshaus geplant. Schräg dahinter ist nördlich ein Zweifamilienhaus vorgesehen. Wann diese beiden Vorhaben umgesetzt werden, ist jetzt noch nicht klar."

Den größten Teil der 3,1 Hektar Fläche belegt laut Plan das etwa einen Hektar große Produktions-Gewächshaus mit Sozialräumen, dass rund fünf Meter höher als die Alte Straße im Gelände liegt. Die neue Gewächshausfläche ist knapp doppelt so groß, wie die bisherige. "Laut Bauablaufplan wollen wir im November fertig sein", sagte Knauf. Ein Umzug, um in Schkeuditz dann auch zu wohnen, erfolgt aber nicht gleich mit der Fertigstellung der Gewächshäuser.

Zwar haben die Knaufs das Areal als landwirtschaftliche Fläche recht günstig erworben. Bei Betriebsschließung aber müsse die Fläche wieder beräumt und Ackerland hergestellt werden. "Der Bau verschlingt zudem Unmengen", sagte Thomas Knauf ohne Zahlen zu nennen. Etwa 30 Prozent der Investitionssumme komme als Entschädigungsleistung vom Flughafen. Für den Rest habe man sich so verschuldet, das der Termin für den Verkaufs- und Wohnhausbau noch im Unklaren sind.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.03.2014
Roland Heinrich

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