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Schkeuditz Kursdorfer Gotteshaus feiert 700-jähriges Bestehen
Region Schkeuditz Kursdorfer Gotteshaus feiert 700-jähriges Bestehen
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06:00 23.02.2010
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Kursdorf

Dies ist für die 37 – Stand vom 30. Juni 2009 – noch verbliebenen und natürlich auch für ehemalige Einwohner des Flughafenortes Grund genug, um am Sonntag ab 16 Uhr diesen Jahrestag angemessen zu würdigen. Umfangreiche Sanierungsarbeiten haben in den letzten 20 Jahren am Kursdorfer Gotteshaus stattgefunden. So wurden 1990/91 die Bänke erneuert oder der um 1705 entstandene Kanzel-altar überholt. 1993 bekam die evangelische Pfarrkirche neue Fenster, und ein Jahr später ist das Dach neu gedeckt worden. Erst 1997 kamen zwei neue Glocken in den Turm. Seit 2001 erstrahlt die Kirche mit neuer Außenhaut. Die Vervollständigung des Glockenspiels ist ausschließlich privater Spenden zu verdanken. Die Enkel des über 40 Jahre hier tätigen Kantors und Organisten Felix Kopf, Armin und Klaus Eisermann, hatten gesammelt und ermöglichten so die Erstellung und Restaurierung der drei Glocken. Eine Gedenktafel am Aufgang zur Blasebalg-Orgel weist darauf hin. Aus gegebenem Anlass bat der seit zwei Jahren für Kursdorf zuständige Pfarrer Axel Meißner die Ex-Kursdorferin Brita Haferkorn, bei der Ausgestaltung des Festes zu helfen. „Als neuer Pfarrer ist er mit der Kursdorfer Historie noch nicht so vertraut“, erklärt die 2005 nach Leipzig Gezogene. „Ich hatte schon im November eine Veranstaltung organisiert und habe auch für dieses Jahr noch das eine oder andere Vorhaben“, begründet Haferkorn. Die Atheistin habe kultur-historische Interessen am ehemaligen Wohnort und speziell an der 700-jährigen Kirche. „Insgesamt 20 Jahre haben wir hier gewohnt und ich habe in Kursdorf eine schöne Zeit verbracht“, erinnert sich Haferkorn. Extra für die 700-Jahr-Feier der Kursdorfer Kirche hat Klaus Matzke vom Schkeuditzer Heimatmuseum Material zusammengetragen und einen Vortrag zu deren Geschichte ausgearbeitet. „Es gibt auch eine Chronik zur Kursdorfer Schule und zur Kirche“, erwähnt Haferkorn einen weiteren Programmpunkt des Nachmittags. Diese sei in mühevoller Arbeit von deutscher in lateinische Schrift übersetzt worden. „Als Umrahmung der Feierlichkeit wird historische Musik zu hören sein“, so Haferkorn. In welcher Weise dies geschehe, soll eine Überraschung werden. „Vor allem aber sollen die Besucher untereinander ins Gespräch kommen“, hofft sie. Dazu werde es Kaffee oder Glühwein geben. Immer noch wird die Kirche aktiv genutzt und ist an Feiertagen, zu Ostern oder Weihnachten und zu Dorffesten geöffnet. Was zukünftig mit dem Gotteshaus geschehen wird, ist nicht klar. „Die Kirche befindet sich in Kirchenbesitz und der Flughafen hat derzeit keine Pläne für die Kirche“, erklärt Evelyn Schuster vom Airport.

Roland Heinrich

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